Porträt Nur noch Schulden

Was von der Firmengruppe Roland Ernst übrig geblieben ist

Die Gruppe Roland Ernst umfasste 180 Grundstücksgesellschaften, von der kleinen BGB-Gesellschaft bis zur KG (mit 400 Kommanditisten).

Komplementär immer Roland Ernst. Die Firma baute Hallen, Lagerhäuser, Bürotürme und Kaufhäuser - zwischen München, Sydney, Tokio und Florida.

Nach der Wende galt Ernst als der größte Investor in den neuen Bundesländern. Von 12,5 Milliarden Mark verbaute er allein 2,5 Milliarden in Berlin. Bekannt wurde er durch die Hackeschen Höfe, die Twin Towers am Treptower Park und die Galeries Lafayette.

Nach dem Zusammenbruch des Immobilien-Imperiums wurde das Insolvenzverfahren über die Firmengruppe und das Privatvermögen von Ernst eröffnet. Auffangbecken ist die Immobiliengesellschaft HBAG mit ihren Tochterfimen Adler Real Estate AG und Deutsche Real Estate AG.

Im Dezember bezifferte Insolvenzverwalter Gerhard Walter die Schuldenlast auf 500 bis 600 Millionen Mark.

Götterdämmerung

Der tiefe Sturz des Roland Ernst. Vom bedeutendsten Projektentwickler Deutschlands, vom geachteten Mäzen und hoch geschätzten Mitglied der Gesellschaft zum Wirtschaftskriminellen - manager magazin schildert die bittersten Monate des einstigen Immobilien-Tycoons.

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