"Der Tag mit mm premium" Der Tag mit Strafzinsen und Kämpfertypen

bei der Vorstellung der jüngsten Geschäftszahlen hatte Elon Musk bereits sein Projekt namens "Cybertruck" beworben. Der Tesla-Gründer versprach mehr als nur ein neues Elektroauto: "eine gepanzerte persönliche Transportkapsel aus der Zukunft", Teslas "bestes Produkt aller Zeiten"! Bald soll das Versprechen Gestalt annehmen. Am 21. November soll der E-Pickup der Zukunft bei SpaceX in Kalifornien präsentiert werden.

Falls Sie schon in der Jetztzeit am Erwerb eines batteriebetriebenen Mobils interessiert sind: Mit der erhöhten Kaufprämie werden E-Autos hierzulande erschwinglicher, eines ist sogar unter der magischen 10.000-Euro-Marke zu haben: Diese Elektroautos sind jetzt günstig.

Die Wirtschaftsnews des Tages:

Telekom-Chef Tim Höttges: 2019 gibt es nur noch 60 Cent Dividende je Aktie - zehn Cent weniger als im Vorjahr.

Telekom-Chef Tim Höttges: 2019 gibt es nur noch 60 Cent Dividende je Aktie - zehn Cent weniger als im Vorjahr.

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ AFP

  • Die Deutsche Telekom hat nach Zuwächsen in den ersten neun Monaten ihre Jahresprognose angehoben. Der operative Gewinn soll 2019 bei 24,1 Milliarden Euro liegen, rund 200 Millionen Euro mehr als bislang kalkuliert. Allerdings führen hohe Investitionen in den USA und hohe Kosten für Mobilfunklizenzen dazu, dass der Konzern die Dividende kürzt - zum Ärger etlicher T-Aktionäre.
  • Trotz des Flugbegleiter-Streiks und des Preiskampfes will die Lufthansa keine weiteren Abstriche bei ihrem Gewinnziel machen. Der operative Gewinn soll in diesem Jahr wie geplant 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen. Anleger hatten eine weitere Senkung des Ziels befürchtet und reagierten erleichtert. Den Streik will die Airline nun durch die von der Gewerkschaft Ufo angebotene Schlichtung beenden.
  • Auch die Commerzbank hat Zahlen präsentiert - in den ersten neun Monaten hat die Bank 684 Millionen Euro verdient und damit neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Außerdem verkündete Finanzchef Stephan Engels, Strafzinsen für Privatkunden einzuführen: "Wir fangen jetzt mit Kunden mit hohen Sparguthaben an."
  • Die Deutsche Bahn stoppt vorerst den geplanten milliardenschweren Verkauf ihrer Auslandsverkehrstochter DB Arriva. Die zu erwartenden Erlöse liegen offenbar erheblich unter dem Buchwert. Währenddessen kracht es im Vorstand gewaltig, Finanzvorstand Alexander Doll droht die Abberufung.
  • Bolivien begräbt die deutsche Lithium-Hoffnung: Das Gemeinschaftsprojekt zwischen der Firma ACI Systems aus Baden-Württemberg und dem bolivianischen Staatsunternehmen YLB war erst vor gut einem Jahr ins Leben gerufen worden, ehe es nun schon wieder für beendet erklärt wurde. Die Bundesregierung zeigt sich irritiert.

Was sonst noch wichtig war:

  • Die reichste Familie Dänemarks ist innerhalb eines Tages ein gutes Stück ärmer geworden. Das Vermögen der Lego-Eignersippe Kirk Kristiansen ist um 150 Millionen Dollar geschrumpft, weil der Aktienkurs ihres Investments ISS nach einer Gewinnwarnung um ein Fünftel einbrach. Gegenüber dem Einstiegskurs dürften die Lego-Milliardäre trotz des jüngsten Rückschlags allerdings immer noch ein Plus verbuchen.
  • Anders als Individualtouristen sind Pauschalurlauber versichert, wenn ihr Reiseveranstalter pleite geht. Im Fall Thomas Cook aber zeigt sich, dass nicht genug Geld im Sicherungssystem steckt. Das könnte sich ändern. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht bringt jetzt die Idee eines neuen Auffangfonds für Insolvenzschäden ins Spiel. Für die Kunden von Thomas Cook kommt der Vorschlag freilich zu spät.

Unsere Leseempfehlungen für den Abend:

Siegertyp: Jamie Dimon hat den Krebs überwunden und spricht offen über seinen Kampf.

Siegertyp: Jamie Dimon hat den Krebs überwunden und spricht offen über seinen Kampf.

Foto: Arturo Olmos

  • Krankheit ist eines der großen Tabus in den Unternehmensspitzen. Sie gilt als Schwäche, unvereinbar mit dem Übermenschen-Nimbus, den ein Unternehmenslenker unbedingt auszustrahlen hat. Dabei zählen gerade Topmanager zu einer Risikogruppe für physische und psychische Leiden: rastloser Lebensstil, Aufputschmittel, Alkohol, Arztscheue. Uns haben Unternehmer erzählt, wie plötzlich die Krankheit in ihr Leben einbrach. Und was sie daraus gelernt haben. Wie Topleute mit Krankheit und Schicksalsschlägen umgehen. 
  • Mit 2,5 Milliarden Euro Umsatz und rund 12.000 Mitarbeitern sind die Viessmann Werke Deutschlands größter inhabergeführter Hersteller von Energiesystemen. Wir haben Thronfolger Max Viessmann zum Kurzinterview gebeten: Der Heizungskönig über den Vorteil ländlicher Standorte und den Klimawandel als Wachstumsturbo. 

Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Wir freuen uns auf Ihre Post unter chefredaktion@manager-magazin.de. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Herzlich, Ihre Corinna Scheying