Steffi Graf Einigung mit dem Finanzgericht

Ende der Rangelei mit den Finanzbehörden um nicht gezahlte Steuern.

Stuttgart/Hamburg - Steffi Graf hat ihren Rechtsstreit mit den deutschen Finanzbehörden beendet. Die einstige Nummer eins der Tennis-Weltrangliste zog eine Klage gegen Steuerbescheide in Millionenhöhe zurück. Das bestätigte ihr Stuttgarter Anwalt Jörg Frick. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung werden damit Steuerbescheide in Höhe von insgesamt 27 Millionen Mark rechtskräftig. "Der Betrag ist meines Erachtens viel zu hoch gegriffen", sagte Frick. Eine genaue Summe wollte der Anwalt nicht nennen. Die Steuern seien aber "längst bezahlt".

Bei der mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht Karlsruhe am 5. Dezember sei es zu einer "einvernehmlichen Erledigung" mit den Finanzbehörden gekommen, sagte Frick. Grund für das Einlenken der Tennisspielerin sei eine Betriebsprüfung in den USA, die nach Fricks Aussage ein "Nullergebnis" hatte. Für den Fall, dass Steffi Graf in den USA hätte Steuern nachzahlen müssen, wäre die Summe in Deutschland um den entsprechenden Betrag gemindert worden. Deshalb hatte sie die Klage gegen die Bescheide des Finanzamts im baden- württembergischen Schwetzingen zunächst aufrechterhalten.

Nach Angaben des Anwalts sind von der Vereinbarung vier Jahre betroffen. Für ein weiteres Jahr werde Graf Geld vom Finanzamt zurückerhalten. Diese Regelung sei jedoch nicht Gegenstand der Verhandlung Anfang Dezember gewesen.

Laut "Bild"-Zeitung bezogen sich die Bescheide auf rund 42 Millionen Mark Einkommen der Tennisspielerin, die Steffis Vater Peter Graf dem deutschen Fiskus verschwiegen hatte. Dafür war er 1997 wegen Steuerhinterziehung zu einer dreieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

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