Transportfahrzeuge Joint Venture von Renault und Brilliance ist insolvent

Erneuter Rückschlag für Renault in China: Nach dem Scheitern des Joint Ventures mit dem Partner Dongfeng ist nun auch die Transporter-Allianz mit dem chinesischen Partner Brilliance zahlungsunfähig. Das Joint Venture zwischen BMW und Brilliance ist jedoch nicht betroffen.
Werk von BMW Brilliance Automotive (BBA) in Shenyang: Das Joint Venture zwischen BMW und Brilliance ist von der Pleite des Joint Ventures von Renault und Brilliance nicht betroffen

Werk von BMW Brilliance Automotive (BBA) in Shenyang: Das Joint Venture zwischen BMW und Brilliance ist von der Pleite des Joint Ventures von Renault und Brilliance nicht betroffen

Foto: Pan Yulong / dpa

Der französische Autobauer Renault hat mit seinen Partner in China derzeit wenig Glück. Das Joint-Venture von Renault mit dem chinesischen Autobauers Brilliance sei zahlungsunfähig und stehe deshalb vor einer Restrukturierung, wie ein Renault-Sprecher am Donnerstag sagte. Das Gemeinschaftsunternehmen produziert Transportfahrzeuge.

Die Lage bei Renault Brilliance Jinbei Automotive hat keine Auswirkungen auf das Joint-Venture von BMW mit Brilliance. "Es handelt sich um voneinander unabhängige Partnerunternehmen", erklärte eine BMW-Sprecherin. Die Münchner wollen Anfang kommenden Jahres eine Mehrheit von 75 Prozent an ihrem Gemeinschaftsunternehmen BMW Brilliance Automotive übernehmen. Bisher halten beide Partner 50 Prozent.

Renault hatte ursprünglich geplant, gemeinsam mit Brilliance in das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen einzusteigen. Das nun insolvente Gemeinschaftsunternehmen sollte bis 2023 fünf neue Modelle an den Start bringen.

Es ist der zweite Rückschlag für Renault in China binnen kurzer Zeit. Der französische Autobauer hatte sich erst im Frühjahr 2020 aus dem verlustreichen Pkw-Joint-Venture mit Dongfeng zurückgezogen und seinen Anteil an den chinesischen Partner verkauft.

la/reuters