Jobsharing im Vorstand Wie ein Führungsduo Edding digital erneuern will

Die beiden früheren Digitalagenturbetreiber Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi teilen sich seit März einen Vorstandsjob bei Edding. Ein Gespräch über Herausforderungen des Jobsharings, erste Erfahrungen und Komplettumbau im Mittelstand.
Das Interview führte Mirjam Hecking
Führungstandem: Die neuen Edding-Digitalvorstände Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi

Führungstandem: Die neuen Edding-Digitalvorstände Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi

Foto: edding

Im Edding Hauptquartier in einem Industriegebiet in Ahrensburg bei Hamburg herrscht Betriebsamkeit. Im Obergeschoss werkeln Handwerker in den neu entstehenden Coworking-Flächen, auf denen die Edding-Mitarbeiter künftig flexibel miteinander zusammenarbeiten sollen. Ein paar Treppen weiter pitcht eine Handvoll Start-ups Edding ihr Geschäftsmodell. In einer Pause der Veranstaltung treffen wir die neuen Chef-Digitalos Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi zum Gespräch.

manager magazin: Frau Kühne, Herr Temaismithi – seit März teilen Sie sich als Führungsduo den Posten des Digitalvorstands bei Edding. Ein Präzedenzfall in einem börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Wie sind die ersten Wochen gelaufen? Gibt es schon die ersten Überraschungen oder Erfahrungen?

Fränzi Kühne: Wir lernen jeden Tag Neues dazu. Aber es gibt tatsächlich schon Ideen, die den Realitätstest nicht bestanden haben. Als wir gestartet sind, haben wir zum Beispiel gedacht, dass es sinnvoll ist, neben unseren persönlichen E-Mail- und Intranet-Accounts auch noch einen Sammelaccount zu unterhalten, auf den wir beide Zugriff haben. Das haben wir im Intranet mittlerweile aufgegeben. Weil man mobil immer nur auf ein Konto Zugriff hat, verpasst man einfach zu viel.

Mal abgesehen von solchen Kleinigkeiten. Haben Sie schon entschieden, wie sie sich die Verantwortung aufteilen wollen?

Temaismithi: Da sind wir gerade noch dabei. Aber mit Sicherheit werden wir uns die Bereiche, für die wir zuständig sind, nicht anhand der Großthemen IT, Data Management und Consumer Centricity aufteilen. Das ergibt unserer Ansicht nach keinen Sinn. Auch weil die Veränderungen, die wir bei Edding anstoßen müssen, ja in der Regel gleich mehrerer dieser Bereiche betreffen.

Und was ist Ihrer Ansicht nach sinnvoll?

Temaismithi: Eine inhaltliche Aufteilung über Projekte, die dann entweder der ein oder der andere begleitet. Aber es wird sicher auch Projekte geben, in denen wir beide präsent sein werden, wenn wir der Ansicht sind, dass die doppelte Auseinandersetzung damit hilfreich ist.

Und zeitlich stimmen Sie sich da auch aufeinander ab?

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