Zur Ausgabe
Artikel 41 / 45
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Japanische Samuraitruppe

Mitsubishi: Entwicklungshilfe von DaimlerChrysler für den fernöstlichen Autobauer (mm 11/2002)
aus manager magazin 1/2003

Stellen Sie sich den umgekehrten Fall vor - Toyota kauft DaimlerChrysler und schickt eine japanische Samuraitruppe zur Rettung dieser Firma nach Stuttgart, wechselt das lokale Management durch japanische Führungskräfte aus und führt radikale japanische Management- und Kommunikationsmethoden ein.

Dann fragen Sie sich: Welche Reaktionen könnten dann kommen? Kann ein solches Vorgehen Erfolg haben?

Den DaimlerChrysler-Managern sollte vielleicht das Buch "Globalisierung" aus der Vortragsreihe von Helmut Schmidt mit auf den Weg gegeben werden, in dem der folgende Satz steht: "Wer sich nicht in die Lage, in die Tradition, in die Mentalität der anderen hineinversetzen kann, der taugt nicht zur Führung und taugt auch nicht als Lehrer."

Die "DaimlerChrysler-Eingreiftruppe" wird meiner Ansicht nach eine wirtschaftliche und interkulturelle Wüste hinterlassen (Erkenntnisse aus meiner 40-jährigen internationalen und interkulturellen Praxis). Mit dem Artikel erweisen Sie DaimlerChrysler einen Bärendienst, er wird nach Japan gelangen und wahrscheinlich Reaktionen auslösen, die die Arbeit für die Führung schwieriger machen. Die Welt ist ein Dorf - aber jedes Dorf hat seine eigene Kultur und seinen eigenen Stolz.

Peter M. Haller, PMH Business Development, Zürich

Zur Ausgabe
Artikel 41 / 45
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel