Webhosting-Tochter Gerüchte über Ionos-Börsengang treiben United-Internet-Aktie an

Der Internetanbieter United Internet könnte seine Tochter Ionos schon bald an die Börse bringen, heißt es. Die Berichte sorgen dafür, dass die United-Internet-Aktie zu einer Erholung ansetzt.
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth: Börsenpläne für die Cloud-Tochter Ionos

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth: Börsenpläne für die Cloud-Tochter Ionos

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / dpa

Der Internet- und Mobilfunk-Anbieter United Internet treibt die Börsenpläne für seine Webhosting-Tochter Ionos trotz des brachliegenden Emissionsmarktes voran. Das Unternehmen habe die Investmentbanken JPMorgan, Deutsche Bank, Berenberg und BNP Paribas mit den Vorbereitungen für den Börsengang ausgewählt, der für das nächste Jahr geplant ist, sagten zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Bloomberg hatte als erstes darüber berichtet.

Die Banken hielten einen Börsenwert von rund vier Milliarden Euro für Ionos für realistisch, sagten die Insider. Der US-Konkurrent GoDaddy wird an der New Yorker Börse mit gut elf Milliarden Dollar bewertet.

Ionos könnte an der Börse mehr wert sein als Hauptaktionär United Internet

Zum Vergleich: United Internet, die 75,1 Prozent an Ionos hält, kommt auf eine Marktkapitalisierung von 3,6 Milliarden Euro. Am Freitag stieg die Aktie um vier Prozent auf 20,28 Euro. United Internet und die genannten Banken wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Am kommenden Dienstag will sich Ionos in London möglichen Investoren und Analysten auf einem Kapitalmarkttag vorstellen. United Internet hatte im September angekündigt, die begleitenden Banken für die Emission auszuwählen, die für 2023 geplant sei.

Der Börsengang sei "der nächste logische Schritt" für die Cloud-Tochter, an der der Finanzinvestor Warburg Pincus mit 24,9 Prozent beteiligt ist.

Von der Mandatierung bis zur Erstnotiz dauert es in der Regel fünf bis sechs Monate. Damit könnte Ionos um Ostern 2023 an die Börse gehen - wenn die Märkte mitspielen. In diesem Jahr hatte wegen der heftigen Schwankungen am Aktienmarkt kaum ein deutsches Unternehmen den Sprung auf das Börsenparkett gewagt. Die große Ausnahme war der Sportwagenbauer Porsche, dessen Aktien auf reißende Nachfrage stießen.

la/reuters

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