Dienstag, 23. April 2019

Reederei macht Tempo bei Börsengang Hapag-Lloyd will bis Mitte November aufs Parkett

Containerschiff auf der Elbe: passendes Börsenklima

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd wagt vielleicht doch noch in diesem Jahr den Sprung aufs Parkett. Wie das "Hamburger Abendblatt" unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, wolle das Unternehmen bis Mitte November an der Börse notiert seien. Hapag-Lloyd wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.

Im Mai hatte das manager magazin bereits über die erneuten Börsenpläne berichtet. Bislang ließ die Reederei aber offen, ob der Börsengang noch in diesem Jahr oder erst Anfang 2016 angestrebt werde. Aus dem Umfeld des Unternehmens und an der Börse war aber spekuliert worden, dass die Hamburger doch schon im Herbst den Schritt aufs Parkett wagen könnten. Die Eigner, vor allem die chilenische CSAV, die Stadt Hamburg sowie der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, hatten diesen von guten Geschäftszahlen und einem passenden Börsenklima abhängig gemacht.

Wie das Blatt nun unter Hinweis auf Kreise berichtet, könnte der Schifffahrtskonzern mit rund fünf Milliarden Euro bewertet werden. Zunächst solle eine Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent ausgegeben werden. Der Reisekonzern Tui und andere kleinere Anteilseigner hätten zudem das Vorrecht, ihre Aktien zu veräußern. Die Ankeraktionäre müssten ihre Anteile hingegen zunächst behalten.

ts/dpa-afx

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