Mittwoch, 16. Oktober 2019

Vertrag bis 2020 verlängert Zweite Runde für ThyssenKrupp-Chef Hiesinger

Soll ThyssenKrupp bis 2020 führen: der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger

Gegenüber dem manager magazin hatte es ThyssenKrupp-Chefkontrolleur Ulrich Lehner bereits angekündigt - nun schafft der Aufsichtsrat Fakten: Heinrich Hiesinger steht bis 2020 an der Spitze von des Essener Stahlkonzerns.

Essen - ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger soll den Essener Stahl- und Technologiekonzern bis zum Jahr 2020 führen. Der Aufsichtsrat habe bei seiner Sitzung am Mittwoch einer Verlängerung seines im Herbst 2015 auslaufenden Vertrags um weitere fünf Jahre zugestimmt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Aufsichtsratschef Ulrich Lehner würdigte die "Konsequenz", das "Augenmaß" und die "ruhige Hand" des 54-Jährigen bei der Umsetzung der umfassenden Veränderungen in dem Unternehmen.

Unter seiner Führung seien die entscheidenden Weichen für die Neuausrichtung des Konzerns gestellt worden. "Der Vorstand hat den Konzern in den vergangenen drei Jahren finanziell stabilisiert und gleichzeitig in die Zukunftsfähigkeit von ThyssenKrupp investiert", sagte Lehner laut Mitteilung. Nun sei das Unternehmen auf dem richtigen Weg.

Gegenüber dem manager magazin hatte Lehner bereits im September angekündigt, den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden zu verlängern. Auch Hiesinger selbst hatte sich im Zuge dieser Ankündigung zum Unternehmen bekannt: "Ich bin gern Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp", hatte er damals gesagt.

Hiesinger hatte die Führung von ThyssenKrupp im Januar 2011 mitten in einer der tiefsten Krisen der gut 200-jährigen Konzerngeschichte übernommen. Zuvor war der Stahl- und Industriegüterkonzern vor allem durch Fehlspekulationen bei Stahlwerksprojekten in Übersee in eine finanzielle Schieflage geraten. Auch nach dem Einstieg des Managers schrieb das Unternehmen zunächst noch tiefrote Zahlen. Das Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/2014 (30.9.) will ThyssenKrupp am Donnerstag in Essen vorlegen.

luk/dpa

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung