Aktienpaket verkauft Investor Kinnevik gibt bei Zalando seine Sperrminorität auf

Investor Kinnevik gibt seine Sperrminorität auf

Investor Kinnevik gibt seine Sperrminorität auf

Foto: Bodo Marks/ DPA

Fünf Jahre nach dem Börsengang von Zalando  hat der Altaktionär Kinnevik seine Sperrminorität bei Europas größtem Modeversandhändler aufgegeben. Der schwedische Investor platzierte 11,25 Millionen Aktien bei institutionellen Anlegern und nahm damit 645 Millionen Euro ein, wie Kinnevik am Dienstag mitteilte.

Laut Bloomberg hatte Kinnevik zuvor 10,6 Millionen Zalando-Aktien mit einer Preisspanne von 57,40 bis 58,40 Euro bei Investoren platziert. Ein Händler berichtete, das Paket sei schließlich mit 57,40 Euro je Aktie am unteren Ende dieser Spanne an den Markt gekommen. Das Aktienpaket entspricht 4,4 Prozent anZalando. Kinnevik hält damit nach der Transaktion noch 21,3 Prozent an dem deutschen Online-Händler.

"Mit dem Verkauf von Zalando haben wir unsere Finanzlage erheblich gestärkt und können so die sich bietenden Chancen der Leistungsträger unseres jüngeren Wachstumsportfolios nutzen", sagte Kinnevik-Chef Georgi Ganev. "Wir glauben, dass Zalando gut positioniert ist, um seine Position als führende europäische Online-Modeplattform auszubauen."


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Die Aktionäre um Kinnevik und die Internet-UnternehmerOliver, Alexander und Marc Samwer hatten vor fünf Jahren den Börsengang des 2008 gegründeten Onlinehändlers angeschoben. Bei einem Ausgabepreis von 21,50 Euro flossen Zalando mit dem Börsengang 605 Millionen Euro zu - platziert wurden rund elf Prozent. Die Altaktionäre Kinnevik und Samwer gaben damals keine Aktien ab. Aktuell wird Zalando mit rund 60 Euro gehandelt.

Nach der Aktienplatzierung durch Kinnevik büßten die Zalando-Aktien auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss 3,4 Prozent auf 58,90 Euro ein. Am Mittwoch vergangener Woche hatte der Kurs mit gut 66 Euro noch ein Rekordhoch erreicht.

rtr/dpa/akn