Aktie im kritischen Bereich Warum Wirecard Aktionäre jetzt zittern

Wirecard: Aktie unter Druck

Wirecard: Aktie unter Druck

Foto: REUTERS

Wirecard-Aktien haben am Montag im Verlauf immer mehr nachgegeben und am Nachmittag mit einem Minus von 3,62 Prozent den letzten Platz im leicht schwächeren Dax  belegt. Sie drohen nun unter die viel beachtete 200-Tage-Linie zu rutschen, die derzeit etwas unter 142 Euro verläuft und damit knapp unter dem aktuellen Kurs von 142,45 Euro liegt. Die Linie gilt als Indikator für den längerfristigen Trend.

Ausgehend von ihrem Rekordhoch bei 199 Euro Anfang September haben die Papiere von Wirecard  inzwischen rund 28 Prozent eingebüßt. Seit Jahresanfang stehen aber immer noch Kursgewinne von mehr als 50 Prozent zu Buche. Der Zahlungsabwickler befindet sich ungebrochen auf Wachstumskurs.

Wirecard-Chef Markus Braun: Aus dem Nichts zum Milliardär 

Die Geschäfte des Zahlungs-Abwicklers laufen unterdessen weiterhin gut - trotz der Nervosität an der Börse. Wirecard profitiert derzeit stark vom boomenden Online-Handel. Vorstandschef Markus Braun  erhöhte Mitte November zum zweiten Mal das Gewinnziel für das laufende Jahr. Das Betriebsergebnis (Ebitda) im Gesamtjahr solle nun auf 550 bis 570 Millionen Euro steigen. Bisher hatte Wirecard 530 Millionen bis 560 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Braun hatte das Ziel vom Januar bereits im April und im August angehoben.

"Wir erwarten sowohl für das vierte Quartal 2018 als auch für das kommende Geschäftsjahr 2019 eine starke Beschleunigung des Geschäfts", erklärte Braun am Mittwoch bei der Vorlage des Neunmonatsberichts. Die darin veröffentlichten Zahlen für Umsatz und Betriebsergebnis lagen minimal unter den bereits im Oktober bekannt gegebenen vorläufigen Werten. Der Umsatz wuchs um 41 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn kletterte um 38 Prozent auf 395 Millionen Euro.

Unter dem Strich legte der Überschuss in den ersten neun Monaten um 48 Prozent auf 250 Millionen Euro zu, wie Wirecard nun ergänzend mitteilte. Grundlage war ein Anstieg des vonWirecard abgewickelten Transaktionsvolumens um 44 Prozent auf 90 Milliarden Euro.

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Der Finanztechnologie-Konzern, der jüngst die Commerzbank  aus dem Leitindex Dax  verdrängt hatte, wickelt Online-Zahlungen zwischen Händlern, Kunden und Banken ab und kassiert dafür Gebühren. Damit profitiert Wirecard davon, dass immer mehr Menschen im Internet einkaufen oder an der Supermarkt-Kasse mit ihrem Smartphone bezahlen.

la/dpa
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