Montag, 21. Oktober 2019

Nach Kapitalspritze durch spanischen Großaktionär Acciona-Übernahmeofferte beflügelt Nordex-Aktie

Rotorblatt eines Windrads des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex Börsen-Chart zeigen steht nach einer Kapitalspritze vor der Übernahme durch seinen spanischen Großaktionär Acciona Börsen-Chart zeigen. Die Spanier schossen Nordex 99 Millionen Euro frisches Kapital zu, mit dem das Wachstum des Partners finanziert werden soll, und erhöhten ihre Beteiligung damit von 29,9 auf 36,3 Prozent, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Damit wird ein Pflichtangebot an die übrigen Nordex-Aktionäre fällig. Acciona bietet den übrigen Aktionären 10,32 Euro für ihre Anteile. An der Börse ließ die angekündigte Offerte Nordex-Aktien Börsen-Chart zeigen um sieben Prozent auf 10,88 Euro nach oben schnellen.

Nordex wird damit mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro bewertet. Die Spanier zahlten für 9,7 Millionen neue Aktien jeweils 10,21 Euro, etwas mehr als den Schlusskurs vom Montag. "Die Kapitalerhöhung vermittelt zusätzliches Eigenkapital, um das starke Auftragsmomentum bedienen zu können", erklärte Nordex.

Ende Juni saß der Windanlagenbauer auf einem Auftragsbestand von sieben Milliarden Euro. "Auf unserem Weg zu profitablem Wachstum sehen wir mit unseren führenden Produkten erhebliche Chancen im Markt", betonte Nordex-Chef Jose Luis Blanco, der im Frühjahr 2017 von Acciona nach Hamburg gekommen war.

Der zweitgrößte Anteilseigner, die Beteiligungsgesellschaft Skion von Milliardärin Susanne Klatten (BMW), unterstütze den Schritt, sagte Blanco.

Ob sie ihren Anteil von 5,7 Prozent behalten oder an Acciona verkaufen wolle, ließ das Unternehmen offen. Die Spanier hatten sich Insidern zufolge auch für Teile des insolventen Hamburger Windturbinen-Herstellers Senvion interessiert.

wed/Reuters

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