Top 100 Innovatoren 2022 Das sind die innovativsten Mittelständler Deutschlands

Die beste Reaktion auf Veränderung heißt: Veränderung. Der "Top 100" Wettbewerb würdigt mittelständische Unternehmen, die sich besonders gut auf Innovation verstehen. Gesamtsieger und "Innovator des Jahres" sind 2022 ein Software-Marktführer, ein Biotech-Start-up sowie ein Spezialist für Energiespeicher.
Zeiten und Prozesse ändern sich: Auch das Metzinger Unternehmen Neura Robotics, das kognitive Roboter herstellt, zählt zu den Top 100 Innovatoren 2022

Zeiten und Prozesse ändern sich: Auch das Metzinger Unternehmen Neura Robotics, das kognitive Roboter herstellt, zählt zu den Top 100 Innovatoren 2022

Foto: Neura Robotics

In unruhigen Zeiten wie diesen ist Innovationskraft kein Selbstzweck, sondern eine Überlebensstrategie. Nur wer in der Lage ist, seine Geschäftsmodelle, Technologien und Produkte den sich wandelnden Bedingungen anzupassen, wird langfristig Erfolg haben. "Wer die Fähigkeit zur schnellen und kreativen Reaktion hat, wird sich auch rascher und nachhaltiger an veränderte Umstände anpassen können", sagt Professor Nikolaus Franke, Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. "Märkte, Politik und Gesellschaft wandeln sich - und damit steigt auch die Bedeutung des Kerns des Unternehmertums, der Innovation."

Welche Unternehmen dabei besonders erfolgreich sind, zeigt der "Top 100" Wettbewerb für innovative mittelständische Unternehmen. Insgesamt hatten sich 436 Unternehmen in drei Größenklassen in einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren um das Innovationssiegel beworben. 294 waren erfolgreich und können nun das Siegel "TOP 100 Innovator" tragen. Die Preisträger zeigen, wie man Innovation organisiert und erfolgreich managt. "Innovatoren sind Vordenker, aber immer auch Vormacher", sagt der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, einer der Mentoren des Wettbewerbs.

Die drei Sieger in ihren Größenklassen und damit "Innovator des Jahres" sind in diesem Jahr die CAS Software AG, der Energiespeicherspezialist Tesvolt GmbH sowie das Biotech-Startup Cytena (siehe Bilderstrecke unten).

Fotostrecke

"Innovator des Jahres" 2022

Innovatoren des Jahres 2022: CAS Software, Tesvolt und Cytena

Die bereits 1986 gegründete CAS Software AG hat eine radikale Transformation ihres Geschäftsmodells vollzogen und sich auf diese Weise neue Märkte erschlossen. Das IT-Unternehmen wandelt sich vom Softwarehaus zum Plattformanbieter, indem es die eigene CRM-Lösung für Kunden und Partner öffnete und ihnen ermöglichte, ihre eigenen Produkte zu integrieren. Die Tesvolt GmbH, ein Spezialist für stationäre Energiespeichersysteme, hat die Jury nicht nur mit der permanenten Entwicklung von Neuprodukten überzeugt, sondern auch mit der Weiterentwicklung ihrer Aufbau- und Ablauforganisation. Das Biotech-Start-up Cytena, das auf Basis seiner Single-Cell-Printer-Technologie hochpräzise Laborgeräte entwickelt, punktete vor allem mit seiner ambitionierten und erfolgreichen Wachstumsstrategie: Cytena zeige beispielhaft, wie man eine Innovationsstrategie in reale Prozesse und Strukturen übersetzt, so die Jury.

Die Innovationskraft der Bewerber haben Professor Nikolaus Franke und sein Team während des Wettbewerbs anhand von mehr als 100 Leistungsindikatoren in fünf Kategorien überprüft. Für die Forscher ist besonders wichtig, ob die Innovationen eines Unternehmens nur ein Zufallsprodukt sind oder aber systematisch geplant werden und damit auch in der Zukunft wiederholbar sind. Damit alle Teilnehmer dieselben Chancen haben, wird das TOP 100-Siegel in drei Größenklassen vergeben, die sich nach der Anzahl der Beschäftigten richten: bis 50 Mitarbeiter, 51 bis 200 Mitarbeiter und schließlich mehr als 200 Mitarbeiter.

Die Innovationsstärke der TOP 100-Unternehmen lässt sich anhand verschiedener Kriterien feststellen. So erzielten sie im Schnitt 39 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten oder innovativen Verbesserungen. 80 Prozent der ausgezeichneten Mittelständler haben zudem im Zeitraum 2018 bis 2020 Geschäftsmodell-Innovationen durchgeführt – also ihr Geschäftsmodell bewusst verändert.

Auch die Zahl der Patente kann sich sehen lassen. Den Top-Innovatoren wurden im Zeitraum zwischen 2018 bis 2020 insgesamt 614 nationale und 2.357 internationale Patente erteilt. So viel Innovationsfreude wirkt sich auch auf die Schaffung von Arbeitsplätzen aus: Die ausgezeichneten Unternehmen beabsichtigen, innerhalb von drei Jahren 18.500 neue Mitarbeiter einzustellen. "Diese Ergebnisse und Zahlen sind ein hervorragendes Zeugnis für die Top-Innovatoren", sagt Franke.

Der Wettbewerb

Die Coronakrise fordert Mittelständlern alles an Kreativität und Flexibilität ab. Der Wettbewerb TOP 100 gibt Innovationsführern eine Bühne. Interessierte Unternehmen können sich in drei Größenklassen bewerben, maximal 100 werden pro Größenklasse ausgezeichnet.
Zur Teilnahme geht es hier: https://www.top100.de/ 

Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Professor Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 26 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. manager magazin begleitet den Unternehmensvergleich als Medienpartner. Mehr Infos und Anmeldung unter www.top100.de .

la/mmo
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