Freitag, 6. Dezember 2019

Windkraftanlagenbauer Vestas tauscht Chef aus

Windkraftanlage von Vestas: Ein Chefwechsel soll es sichten

Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas wechselt den Chef aus. Für den angeschlagenen Konzern wird die Besetzung der Vorstandsetage damit immer mehr zur Dauerbaustelle. Die Bilanz im zweiten Quartal bleibt tiefrot.

Randers - Die Krise des dänischen Windkraftanlagenherstellers Vestas ist noch nicht vorbei: Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres rutschte der Konzern tiefer in die roten Zahlen. Nach einem Verlust in Höhe von acht Millionen Euro im Vorjahreszeitraum wies Vestas für das zweite Jahresviertel ein Minus von 62 Millionen Euro aus. Der Umsatz sank auf 1,19 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten noch 1,6 Milliarden Euro in den Büchern gestanden.

Mit der Veröffentlichung der Quartalsbilanz gab Vestas auch einen Wechsel des Vorstandschefs bekannt. Anders Runevad soll ab dem 1. September des laufenden Jahres den bisherigen Konzernchef Ditlev Engel ablösen.

Vestas hatte 2012 ein hartes Sparprogramm gestartet. Insgesamt sollen nach früheren Angaben bis Ende 2013 dadurch die Kosten um 400 Millionen Euro sinken. Dafür sollen 30 Prozent der einst rund 22.700 Beschäftigten gehen. Mit dem Umbau reagierte Vestas auf die heftigen Marktverwerfungen. Der langjährige Marktführer bekam den hohen Konkurrenzdruck und den Preisverfall besonders zu spüren.

Für Vestas setzt sich die Serie personeller Wechsel fort. So hatte Ex-Finanzchef Dag Gunnar Andresen erst Ende April "aus persönlichen Gründen" das Unternehmen verlassen. Andresen hatte seinen Job erst im vergangenen Sommer angetreten und sollte das Unternehmen eigentlich wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen. Der damalige Wechsel war nötig geworden, nachdem sein Vorgänger das Unternehmen Anfang 2012 nach einem desaströsem Jahr verlassen hatte. Seit Mai versucht sich nun die schwedische Finanzexpertin Marika Frediksson an der Umstrukturierung.

krk/dpa

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