Donnerstag, 5. Dezember 2019

Zweistelliger Rückgang im Oktober Maschinenbauer erleiden erneut starken Auftragseinbruch

Maschinenbauer bei der Arbeit: "Die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt macht sich noch nicht in den Auftragsbüchern der Maschinenbauer bemerkbar"
Bernd Thissen / DPA
Maschinenbauer bei der Arbeit: "Die Hoffnung auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt macht sich noch nicht in den Auftragsbüchern der Maschinenbauer bemerkbar"

Die deutschen Maschinenbauer müssen erneut einen starken Rückgang der Aufträge verkraften. Die Bestellungen lagen im Oktober real um 11 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Im September hatte es noch ein Minus von 4 Prozent gegeben.

"Die jüngsten Hoffnungszeichen auf ein Ende der konjunkturellen Talfahrt in der deutschen Industrie machen sich noch nicht in den Auftragsbüchern der Maschinenbauer bemerkbar", erläuterte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, am Mittwoch in Frankfurt.

Ein zweistelliges Minus gab es im Oktober sowohl bei den Bestellungen aus dem Inland als auch aus dem Ausland. "Wir erleben auf vielen Feldern im Maschinenbau, dass Kunden ihre Investitionen zurückhalten. Grund dafür ist eine anhaltende Verunsicherung, wie es mit der Weltkonjunktur kurz- und mittelfristig weitergeht", sagte Wiechers.

Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie bekommt die Verunsicherung durch internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur seit geraumer Zeit deutlich zu spüren. Im Drei-Monats-Vergleich August bis Oktober 2019 sank der Auftragseingang ebenfalls um real 11 Prozent. Die über Jahre erfolgsverwöhnte Branche ist mit mehr als einer Million Beschäftigten ein wichtiger Baustein der deutschen Wirtschaft.

mg/dpa-afx, rtr

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