Restaurantkette Vapiano verkauft 30 Restaurants in Deutschland

Vapiano verkauft wesentlichen Teil des Geschäfts

Vapiano verkauft wesentlichen Teil des Geschäfts

Foto: Oliver Berg/ dpa

Die Restaurantkette Vapiano hat zwei Monate nach ihrem Insolvenzantrag einen Käufer für Dutzende Restaurants in Deutschland gefunden. "Der Gläubigerausschuss hat heute dem Verkauf des wesentlichen Teils des Geschäfts der Vapiano SE und ihrer Tochtergesellschaften in Deutschland zugestimmt", teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Bei dem Käufer handelt es sich demnach um ein Konsortium unter Führung des ehemaligen Vapiano-Vorstandsmitglieds Mario C. Bauer. Der Kaufpreis liege bei insgesamt 15 Millionen Euro und die Transaktion beinhalte 30 von Vapiano betriebene Restaurants in Deutschland, hieß es weiter. Die übrigen Teile des Unternehmens seien künftig noch zu "verwerten". Anfang 2020 zählte Vapiano noch 230 Standorte in mindestens 33 Ländern einschließlich der Franchisepartner. IN Deutschland gab es 55 Restaurants.

Die Vapiano SE hatte Anfang April beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Verfahren sei mit Wirkung zum 1. Juni eröffnet worden, hieß es nun in der Mitteilung. Die Peite von Vapiano wurde durch die Coronakrise ausgelöst. Vapiano galt allerdings schon davor als Sanierungsfall.

Das Konsortium um Bauer hatte bereits vor zwei Wochen ein unwiderrufliches Angebot für das Frankreich-Geschäft abgegeben, hieß es am Dienstag weiter. Der Kaufpreis für dieses Geschäft sei nun um drei Millionen Euro auf 25 Millionen Euro erhöht worden. "Die Annahme des Angebots wird voraussichtlich in den nächsten Tagen erfolgen."

Ende April hatte Vapiano das Geschäft zum Verkauf gestellt. Dabei wurde sowohl ein Verkauf des gesamten weltweiten Geschäfts der Vapiano-Gruppe als auch nur einzelner Restaurant-Portfolios und Vermögenswerte in Erwägung gezogen. Die Verhandlungen mit interessierten Investoren sollten demnach bis Ende Mai 2020 erfolgen.

Mario C. Bauer war bei Vapiano fast eine Dekade für die Expansion der Restaurantkette verantwortlich. Nach seinem Ausscheiden aus gründete er zusammen mit Partnern die Bio-Ketchup Marke Curtice Brothers. dem Vernehmen nach wird er diese auch weiterhin als Geschäftsführer leiten.


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Insgesamt sind bei der Vapiano SE und den ebenfalls in vorläufigen Insolvenzverfahren befindlichen operativen Tochtergesellschaften in Deutschland mehr als 2500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg befinden sich nicht in einem Insolvenzverfahren.

dpa/rtr/akn
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