US-Sportartikler Under Armour will Adidas und Nike stellen

Der US-Sportartikelhersteller Under Armour wächst schneller als gedacht und will nun zur Konkurrenz aufschließen. "Wo auch immer wir antreten, wollen wir Nike, Adidas und Reebok schlagen", sagt Gründer Plank - ein dicker Fußball-Sponsoring-Vertrag scheint bereits in Sicht.
Under Armour-Chef Plank: Wachstumspläne für das Ausland zuletzt übertroffen

Under Armour-Chef Plank: Wachstumspläne für das Ausland zuletzt übertroffen

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Hamburg - Der amerikanische Sportartikelkonzern Under Armour will in den kommenden Jahren in Europa, Asien und Lateinamerika aggressiv wachsen. "Wo auch immer wir antreten, wollen wir Nike, Adidas und Reebok schlagen", sagte Kevin Plank, Gründer und Vorstandschef, gegenüber dem manager magazin (Erscheinungstermin: 21. November).

Seine Wachstumspläne für das Ausland hat das Unternehmen aus Baltimore zuletzt übertroffen. Ursprünglich wollte Under Armour im Jahr 2016 knapp 500 Millionen Dollar - 12 Prozent der Gesamtumsätze - jenseits Nordamerikas erwirtschaften. Dieses Ziel werde der Sportkonzern nun voraussichtlich schon 2015 erreichen, sagte Karl-Heinz Maurath, im Vorstand für das internationale Geschäft zuständig. Noch 2013 hatte Under Armour im Ausland lediglich einen Umsatz von 138 Millionen Dollar erreicht.

Insgesamt will Under Armour 2014 einen Umsatz von gut drei Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) erzielen. Damit ist das Unternehmen immer noch wesentlich kleiner als die Rivalen Adidas  und Nike , die in den abgelaufenen Geschäftsjahren auf 14,5 und 20,5 Milliarden Euro Umsatz kamen. Allerdings schrumpft die Lücke: Under Armour will im laufenden Jahr um 30 Prozent wachsen - und damit deutlich schneller als die Konkurrenz.

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Um mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen, will Vorstandschef Plank große Marketingdeals abschließen. Zuletzt hatte sich Under Armour um einen Ausrüstervertrag mit dem englischen Premier-League-Club Manchester United bemüht. Den Zuschlag erhielt am Ende der Konkurrent Adidas, der für den Zehnjahresvertrag fast eine Milliarde Euro bot. Nach Ansicht Planks hat Adidas zu viel investiert: "Es ist unverantwortlich, einen derart hohen Preis für ein Asset zu bezahlen", kritisierte er den Rivalen aus Herzogenaurach.

Auslandschef Maurath versprich indes, demnächst einen Sponsoringdeal "mit einem der größten Fußballklubs in Lateinamerika" abzuschließen.