Mittwoch, 13. November 2019

Nach Ermittlungen der US-Behörden Under Armour senkt Umsatzprognose

Under Armour senkt Prognose

Der ins Visier der US-Aufsichtsbehörden geratene Sportbekleidungshersteller Under Armour Börsen-Chart zeigen hat seine Prognose für den Jahresumsatz nach unten korrigiert. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Adidas-Rivale nun ein Umsatzwachstum von rund 2 Prozent gegenüber der bisherigen Prognose von 3 bis 4 Prozent, gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Allerdings steigerten mehr Verkäufe zu nicht-diskontierten Preisen die Margen im dritten Quartal und trugen dazu bei, dass der Gewinn im dritten Quartal die Markterwartungen übertraf: Der Nettogewinn stieg um 40 Prozent auf 102,3 Millionen Dollar oder 23 Cents pro Aktie. Analystenschätzungen lagen bei 18 Cent, wie aus Daten des Institutional Brokers' Estimate Systems von Refinitiv hervorgeht. Der Nettoumsatz sank um rund ein Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar, lag aber über den Analystenerwartungen von 1,41 Milliarden Dollar.

Das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC prüften die Bilanzierungspraxis des Konzerns, bestätigte der Sportartikelhersteller. Die US-Behörden untersuchten, ob Under Armour den Umsatz von Quartal zu Quartal verschoben habe, um finanziell gesünder zu erscheinen. Die Aktien des Unternehmens schlossen nach Bekanntgabe der Untersuchungen rund 19 Prozent tiefer.

Under Armour war jahrelang rasant gewachsen und zu einem ernsten Konkurrenten für Adidas, Nike und Co. geworden. Doch seit einigen Jahren läuft das Geschäft nicht mehr rund, die Firma schrieb zuletzt rote Zahlen. Vergangenen Monat kündigte Under-Armour-Gründer Kevin Plank an, den Chefposten im nächsten Jahr nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Unternehmensspitze abzugeben.

dpa/akn

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