Freitag, 21. Februar 2020

Reisekonzern TUI profitiert von Thomas-Cook-Pleite

Trotz der Debatte um den Klimawandel sind Flüge in Urlaubsländer weiterhin stark nachgefragt

Europas größter Reisekonzern TUI profitiert nach den Worten von Konzernchef Fritz Joussen von der Pleite des Konkurrenten Thomas Cook und der Klarheit beim Thema Brexit. "Die Parlamentswahlen in Großbritannien haben hinsichtlich des Brexit Klarheit gebracht. Das zeigt sich bereits im Konsumverhalten der Engländer", sagte er der "Rheinischen Post" laut einem am Donnerstag veröffentlichten Vorabbericht. "Die Aufwertung des britischen Pfunds bringt uns neues Geschäft in unserem wichtigsten Markt." Er erwarte, dass sich in Großbritannien rund ein Drittel der Kunden des seit September insolventen Rivalen Thomas Cook für TUI entscheide.

Für das Reisegeschäft 2020 ist Joussen optimistisch: "Für den aktuellen Winter liegen die Buchungen konzernweit mit vier Prozent im Plus, in Deutschland liegen die Buchungen ebenfalls auf diesem Niveau." Er rechne nicht damit, dass die Klimadebatte die Zahl der Flüge reduziere. "Die Menschen werden auch in Zukunft reisen. Sie wollen die Welt sehen, daran ändert die Klimadebatte wenig", erläuterte der TUI-Chef. Er rechne mit einem Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich im aktuellen Geschäftsjahr.

rtr/jl

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