Ausgleich für 737 Max Tui einigt sich mit Boeing auf Schadenersatz

Tui einigt sich mit Boeing über Schadenersatz für 737 Max

Tui einigt sich mit Boeing über Schadenersatz für 737 Max

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Der Reisekonzern Tui  und der US-Flugzeugbauer Boeing haben sich über einen Schadenersatz für den Ausfall der Maschinen des Typs 737 Max geeinigt. Die genaue Höhe der Kompensationszahlungen nannten die Firmen nicht. "Mit der Vereinbarung erhält die Tui einen Ausgleich für den Großteil der durch das Flugverbot der 737 Max entstandenen Kosten", erklärte Tui-Chef Fritz Joussen am Mittwoch. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über die Einigung berichtet.

Mit der neuen Auslieferungsplanung bekomme Tui in den nächsten Jahren weniger Flugzeuge. "Dies gibt uns erhebliche Flexibilität und ermöglicht uns, das Flottenwachstum dem momentan herausfordernden Marktumfeld zügig anzupassen." Zudem unterstütze es die Planung, die Flugzeug-Flotte zu verkleinern und den Kapitalbedarf für Flugzeug-Investitionen zu senken. An der Börse wird damit gerechnet, dass die Achterbahnfahrt der vergangenen Tage bei den Tui -Papieren auch am Mittwoch weiter gehen wird - jedoch sind wohl vorerst mit neuen Gewinnen zu rechnen.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die insgesamt 61 bestellten 737 Max später ausgeliefert werden als zunächst geplant. Tui werde somit in den kommenden Jahren weniger Flugzeuge von Boeing abnehmen. Die Zahlungspläne würden "dementsprechend angepasst". Auch reduziere dies den Kapital- und Finanzierungsbedarf "deutlich" und unterstütze den Plan des Konzerns, die Flotte der fünf europäischen Airlines in Folge der Corona-Krise zu verkleinern, teilte Tui mit. Im vergangenen Geschäftsjahr war Tui nach früheren Angaben durch Ersatzbeschaffungen ein Schaden von zwischen 220 bis 245 Millionen Euro entstanden.


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Nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Todesopfern war im März 2019 ein weltweites Flugverbot für die Maschinen des Typs 737 Max verhängt worden. Das Verbot gilt immer noch. Zum Zeitpunkt der Stilllegung hatte Tui 15 Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max in der Flotte, acht weitere waren zur Auslieferung im Jahr 2019 vorgesehen, erklärte der Konzern. Er ist demnach mit fünf Airlines in Deutschland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Schweden einer der größten europäischen Kunden von Boeing für die 737-Familie.

rtr/afp/dpa/akn
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