Weiteres Sparprogramm ThyssenKrupp streicht 2500 Jobs in Verwaltung

ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: In der Verwaltung sollen in drei Jahren 2500 Jobs wegfallen, die Hälfte davon in Deutschland

ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: In der Verwaltung sollen in drei Jahren 2500 Jobs wegfallen, die Hälfte davon in Deutschland

Foto: thyssenKrupp

Der Industriekonzern ThyssenKrupp will seine Verwaltungskosten senken. Dabei sollen in den kommenden drei Jahren 2000 bis 2500 Stellen in dem Bereich abgebaut werden, davon die Hälfte in Deutschland, erklärte ThyssenKrupp am Dienstag. Bis zum Ende des Geschäftsjahr 2019/20 (per 30. September) will das Unternehmen bis zu 400 Millionen einsparen.

ThyssenKrupp beschäftigt in der Verwaltung derzeit 18.000 Menschen. Die aktuellen Verwaltungskosten bezifferte der Konzern auf 2,4 Milliarden Euro. Diese seien "deutlich zu hoch". Anleger reagierten mit Aktienkäufen auf die Nachricht. Die Aktie von ThyssenKrupp  legte am Dienstagvormittag rund 2,8 Prozent zu.

Doch das ist nicht die einzige Baustelle, die Konzernchef Heinrich Hiesinger derzeit bearbeitet. Bereits in seiner Juli-Ausgabe hatte das manager magazin von einem geplanten Sparprogramm in Reaktion auf den Ergebniseinbruch in der Anlagenbausparte berichtet. Den Plänen zufolge will ThyssenKrupp so 250 Millionen Euro einsparen. Das Unternehmen wollte die Information nicht kommentieren.

Für den Bereich Division Industrial Solutions rechnet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr, das am 30. September endet, anstelle eines Gewinns von 320 Millionen Euro nur mit einem gerade noch dreistelligen Ergebnis, berichtet das manager magazin. In der Sparte sind der Bau von Kriegsschiffen, Zement- und Chemieanlagen sowie Produktionsstraßen für die Autoindustrie gebündelt.

rei/dpa
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