Stahlsparte Thyssenkrupp schickt 1300 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Thyssenkrupp schickt 1300 seiner rund 18.000 Beschäftigten in der Stahlproduktion in Kurzarbeit. Grund ist die rückläufige Nachfrage.
Reaktion auf Einbußen: Die Stahlsparte von Thyssenkrupp schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Reaktion auf Einbußen: Die Stahlsparte von Thyssenkrupp schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp hat als Reaktion auf die Einbußen in Folge des Ukraine-Kriegs für einen Teil der Beschäftigten Kurzarbeit beschlossen. Rund 1300 von etwa 18.000 Mitarbeitern seien in Duisburg und an weiteren Standorten der Thyssenkrupp Steel Europe AG betroffen, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Damit reagiert Thyssenkrupp Steel auf die rückläufige Stahlnachfrage etwa aus der Autoindustrie. Hersteller wie Volkswagen haben ihre Produktion gedrosselt, weil ihnen Kabelbäume aus der Ukraine fehlen. Mit der Kurzarbeit sei zum Teil bereits begonnen worden. Die Stahlkocher kämpfen mit einer schwächelnden Nachfrage der Automobilindustrie sowie stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen.

Das Unternehmen hatte im März mit den Arbeitnehmervertretern eine Vereinbarung zur Kurzarbeit getroffen. Die Vereinbarung sieht nach Angaben von Stahlbetriebsratschef Tekin Nasikkol im Fall von Kurzarbeit eine Aufstockung und eine Pauschale vor, durch die die Beschäftigten gut geschützt seien.

sio/Reuters
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