Weitere fünf Jahre Thyssenkrupp verlängert Vertrag von Martina Merz

Im Oktober 2019 übernahm Martina Merz die Führung von Thyssenkrupp. Ursprünglich sollte sie nur eine Frau für den Übergang sein. Doch die gelernte Maschinenbauingenieurin überzeugte – und wird den Industriekonzern nun wie erwartet weitere fünf Jahre führen.
Erfolgreiche Saniererin: Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz baut den Industriekonzern um – nur der Krieg in der Ukraine macht ihr jetzt einen Strich durch die Rechnung

Erfolgreiche Saniererin: Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz baut den Industriekonzern um – nur der Krieg in der Ukraine macht ihr jetzt einen Strich durch die Rechnung

Foto: FRIEDEMANN VOGEL / EPA

Die Thyssenkrupp-Vorstandsvorsitzende Martina Merz (59) soll den Stahl- und Industriekonzern wie erwartet weitere fünf Jahre leiten. Wie das Unternehmen in Essen mitteilte, hat der Aufsichtsrat am Donnerstagabend die Verlängerung des bestehenden Vertrages für den Zeitraum April 2023 bis Ende März 2028 beschlossen. manager magazin hatte bereits Anfang Mai über die anstehende Vertragsverlängerung berichtet .

"Stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat danke ich Martina Merz dafür, dass sie entschlossen den Umbau von Thyssenkrupp angeht", erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Siegfried Russwurm (58), laut der Mitteilung.

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Die gelernte Maschinenbauingenieurin leitet den Konzern seit Oktober 2019. Eigentlich sollte sie Thyssenkrupp nur übergangsweise führen. Doch Merz begann mit der Sanierung des jahrzehntelangen Krisenkonzerns – und war erfolgreich. Sie verkaufte die Aufzugsparte für 17 Milliarden Euro und leitete die Abspaltung des Stahls sowie der Marinewerften  ein. Eine Jury von manager magazin und der Boston Consulting Group wählte Martina Merz deshalb 2021 zur "Prima inter Pares" der einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft.

Doch seit dem Krieg in der Ukraine ist der Umbau des Konzerns noch schwieriger geworden. Weder von den Marinewerften noch von der Stahlsparte kann sich Merz in der aktuellen Situation trennen. Wie das manager magazin Anfang Mai berichtete , pochten dennoch vor allem die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat auf Stabilität und wollten den Vertrag von Merz verlängern.

mg/dpa-afx