Vertrag wird verlängert ThyssenKrupp-Chef Hiesinger bekommt zweite Amtszeit

"Ich bin gern Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp", sagt Heinrich Hiesinger. Das soll er bis 2020 auch bleiben. Im November will der Aufsichtsrat den Vertrag mit Hiesinger verlängern. Der hat sich für die zweite Amtszeit viel vorgenommen.
Klare Ziele für alle fünf Konzernsparten: Thyssen-Krupp-Chef Hiesinger will in einer zweiten Amtszeit das Ergebnis des Konzerns auf drei Milliarden Euro heben

Klare Ziele für alle fünf Konzernsparten: Thyssen-Krupp-Chef Hiesinger will in einer zweiten Amtszeit das Ergebnis des Konzerns auf drei Milliarden Euro heben

Foto: DPA

Hamburg - ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger kann bis 2020 im Amt bleiben. Wie manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 19. September) berichtet, wird der Aufsichtsrat des Ruhrkonzerns den Vertrag des 54-jährigen Managers voraussichtlich bei der turnusmäßigen Sitzung im November verlängern. Hiesingers derzeitige Amtsperiode läuft im September 2015 aus.

Aufsichtsratschef Ulrich Lehner sagte dem Magazin: "Es würde mich freuen, wenn er (Hiesinger) weiter zur Verfügung stünde." Offenbar hat der Chefkontrolleur dabei die Rückendeckung der Großaktionäre, der Krupp-Stiftung (23 Prozent) und des schwedischen Investors Cevian (15,1 Prozent).

Hiesinger selbst lässt keinen Zweifel an der Bereitschaft, den Umbau des angeschlagenen Konzerns die nächsten Jahre weiter vorantreiben zu wollen. "Ich bin gern Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp", sagte er dem manager magazin.

Hiesingers Planung für die zweite Amtszeit sieht vor, dass der Konzern mit dem bestehenden Portfolio wieder bis zu drei Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern verdienen könnte. Für jede der fünf Konzernsparten hat er entsprechende Ziele ausgegeben.

Danach soll die Aufzugssparte die Rendite von 11,5 auf 15 Prozent steigern. Der Umsatz des profitablen Anlagenbaus soll von rund sechs Milliarden Euro auf acht Milliarden Euro zulegen. Für die Auto- und Komponentensparte ist eine Margenverbesserung von 4,5 Prozent auf 6 bis 8 Prozent vorgesehen. Und der Werkstoffhandel sowie das Stahlgeschäft sollen mindestens ihre Kapitalkosten verdienen.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, hat der ThyssenKrupp-Vorstand unlängst beschlossen, den umstrittenen Firmenjet zu verkaufen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Personalvorstand Oliver Burkhard hatte über ein Jahr lang geprüft, ob das Flugzeug wirtschaftlich zu betreiben sei.

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