Trotz Trump, trotz Brexit Deutsche Mittelständler zieht es stärker ins Ausland

Protest gegen Donald Trump: Den deutschen Mittelstand ficht das nicht an, belegt eine Studie der DZ Bank

Protest gegen Donald Trump: Den deutschen Mittelstand ficht das nicht an, belegt eine Studie der DZ Bank

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Die deutschen Mittelständler wollen trotz zunehmender Unsicherheiten und geopolitischer Krisen ihr Auslandsgeschäft fortsetzen. Fast jeder zweite wolle in den nächsten drei bis fünf Jahren an seiner Auslandsstrategie festhalten, mehr als die Hälfte wollen ihre Aktivitäten sogar ausbauen, wie am Mittwoch aus einer Studie der DZ Bank hervorgeht.

Nur 1 Prozent der Befragten plant demnach, im internationalen Geschäft kürzer zu treten. "Vom Brexit, den Russland-Sanktionen, den Spannungen in der Türkei und dem Abflauen des Wirtschaftswachstums in China ist insgesamt jedes dritte mittelständische Unternehmen mit Auslandsgeschäft betroffen", heißt es dort.

Als Konsequenz daraus hielten sich die meisten Firmen mit Investitionen zurück. Zudem liebäugelt jeder zweite Mittelständler mit einer Verlagerung auf andere Auslandsmärkte. Hier kommen laut Umfrage am ehesten andere Staaten in Europa infrage, gefolgt von Nordamerika, China und dem restlichen Asien.

"Größere Unternehmen spüren die Folgen globaler Veränderungen und Krisen deutlicher", sagte Stefan Zeidler, Firmenkundenvorstand der DZ Bank. "Insbesondere die Russland-Sanktionen und der Brexit beschäftigen die Unternehmen sowie die hieraus resultierenden Unsicherheiten über wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen." Ökonomen gehen davon aus, dass ein EU-Austritt Großbritanniens die deutschen Exporteure belasten dürfte.

got/reuters