Strompreis-Explosion Auch Steag benötigt höheren Kreditrahmen

Die Preise für Gas und Strom steigen rasant. Nun sichert sich nach Uniper auch der Energieversorger Steag mit einem ausgeweiteten Kreditrahmen ab.
Steag-Kraftwerk in NRW: Auch die Nummer fünf der deutschen Energiekonzerne wappnet sich für den Fall weiter steigender Preise bei Gas und Strom

Steag-Kraftwerk in NRW: Auch die Nummer fünf der deutschen Energiekonzerne wappnet sich für den Fall weiter steigender Preise bei Gas und Strom

Foto: Bernd Thissen / dpa

Die Preisexplosion bei Strom und Gas geht auch am fünftgrößten deutschen Energiekonzern Steag nicht spurlos vorbei. Für die Absicherung seiner Geschäfte habe Steag bei seinem Kreditrahmen einen zusätzlichen Bedarf in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, erklärte der Essener Konzern am Dienstagabend auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Unternehmen könne auch bei der aktuellen Lage aktiv am Marktgeschehen teilnehmen. "Wir haben frühzeitig geeignete Partner für die Abwicklung unserer Termingeschäfte gefunden." An die staatliche KfW Bank habe sich die Steag nicht gewandt. Der Düsseldorfer Konkurrent Uniper hatte dies hingegen getan.

Uniper hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, für die Absicherung seinen Finanzierungsrahmen erweitert zu haben. Uniper sei verpflichtet, Sicherungsleistungen für Commodity-Geschäfte bereitzustellen, die wegen der Preisexplosion an den Energiemärkten deutlich höher ausfallen. Beim finnischen Mutterkonzern Fortum habe Uniper einen Kreditrahmenvertrag über bis zu acht Milliarden Euro teilweise gezogen. Bei der KfW habe der Konzern eine Vereinbarung über bis zu zwei Milliarden Euro abgeschlossen, diese Möglichkeit jedoch bislang nicht genutzt.

rei/Reuters
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