Steve Angel Linde-Chef will Chairman Wolfgang Reitzle nachfolgen

Der CEO des Gasekonzerns macht sich bereit für seine Ablöse – und für den Sprung auf den Posten des Chefkontrolleurs. Der Führungswechsel könnte im Frühling kommenden Jahres erfolgen.
Antreiber: Steve Angel hat Linde Performance-Kultur beigebracht

Antreiber: Steve Angel hat Linde Performance-Kultur beigebracht

Foto: Lino Mirgeler / picture alliance/dpa

Der CEO des Dax-Konzerns Linde plc, Steve Angel, hat sich erstmalig konkret zu seiner Zukunft im Unternehmen geäußert. In einem Interview mit dem manager magazin  erklärte der 65-Jährige auf die Frage, ob er nach Ablauf seiner Amtszeit als Unternehmenschef im kommenden Jahr die Rolle des Chairman anstrebe: "Falls ich gefragt werden sollte, werde ich dem Unternehmen auch weiterhin dienen." Das Bekenntnis kann als sicherer Hinweis gedeutet werden, dass Angel die Nachfolge von Linde-Chairman Wolfgang Reitzle (71), der im kommenden Jahr die interne Altersgrenze erreicht, antreten wird.

Kürzlich war bereits die Vorentscheidung für die Nachfolge an der Unternehmensspitze gefallen. Anfang Januar hatte der Inder Sanjiv Lamba (56) den Posten des Chief Operation Officers (COO) übernommen, der im Unternehmen traditionell als Sprungbrett für die Nummer-Eins-Position gilt.

Unterdessen wird Linde-Vorstand Eduardo Menzes (57), der bislang von Pullach aus das Europa-Geschäft steuert, noch in diesem Quartal aus persönlichen Gründen bei Linde ausscheiden. Nachfolger wird der Amerikaner Sean Durbin. Sein Dienstsitz: ebenfalls Pullach.