Freitag, 20. September 2019

SpaceX, Tesla, Hyperloop Die Welt des Elon Musk

3. Teil: Zip2 und Paypal: Elon Musk wird reich

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1995 war jenes Jahr, in dem Ebay gegründet und der Onlinezugangsdienst AOL - "Bin ich da schon drin, oder was?" - zum weltweiten Begriff für das Internet für jedermann wurde. Und Elon Musk hatte dafür die passenden Geschäftskonzepte.

So entwickelte er - gemeinsam mit seinem Bruder - zunächst eine Software namens Zip2, die es Verlagen ermöglichte, regionale Karten und Adresslisten im Internet zu veröffentlichen. Zu den Kunden, die diese Funktionen in ihre frühen Online-Auftritte integrierten, gehörten unter anderem die New York Times und die Chicago Tribune. 1999 kaufte der Computergigant Compaq das Start-up für 307 Millionen Dollar. Es war der größte Betrag, der bis dato für ein Internetunternehmen gezahlt worden war. Musk blieben davon immerhin 22 Millionen.

Zu wenig für die Gründung eines E-Auto-Herstellers, doch genug für ein zweites Internetunternehmen namens X.com, das er noch vor der Jahrtausendwende gründete und das sich dem sicheren Online-Bezahlen per E-Mail verschrieben hatte. Kaum ein Jahr nach der Gründung fusionierte X.com mit dem Wettbewerber Confinity, der ein vergleichbares Produkt namens "Paypal" vermarktete. Paypal begann - dank der von Musk mitentwickelten Treuhänderfunktion zwischen Käufer und Verkäufer - einen weltweiten Siegeszug unter den Online-Bezahlsystemen.

Dem Online-Auktionshaus Ebay Börsen-Chart zeigen war der Kauf Paypals im Juli 2002 rund 1,5 Milliarden Dollar wert. Und Musk, der zu diesem Zeitpunkt als größter Anteilseigner noch immer 11,7 Prozent der Firmenanteile hielt, hatte endlich jenes Geld zusammen, das er für seine eigentlichen Ziele brauchte.

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