Mittwoch, 20. November 2019

SpaceX, Tesla, Hyperloop Die Welt des Elon Musk

2. Teil: Aufbruch aus Südafrika: Elon Musk wird Unternehmer

Als Sohn eines kanadischen Models und eines südafrikanischen Ingenieurs, war Elon Musk schon als Kind das, was Eltern gerne als hochbegabt bezeichnen. Während auf den Straßen Pretorias der Unmut der unterdrückten Bevölkerungsschichten im Apartheids-Regime ihren Höhepunkt erreichte, vertiefte er sich in Lexika und Science-Fiction-Comics. Schon als Jugendlicher baute er hobbymäßig Raketen. Mit zwölf programmierte er ein Weltraum-Computerspiel namens "Blastar" und verkaufte es für rund 500 Dollar an einen Videospieleverlag.

Als Siebzehnjähriger zog er nach Kanada, der Heimat seiner Mutter. "In der südafrikanischen Armee zu dienen und Schwarze zu unterdrücken, schien mir einfach kein guter Weg zu sein, meine Zeit zu verbringen", begründete er dies später in einem Interview.

Ein besserer Zeitvertreib - fürs erste - schien ihm das Studium. Zunächst an der Queen's University im kanadischen Ontario, später in den Vereinigten Staaten an der University of Pennsylvania. Dort machte er Abschlüsse in Wirtschaft und Physik. Die Doktorandenstelle, die der damals 24-Jährige im Jahre 1995 in Stanford antreten sollte, ließ er indes nach nur zwei Vorlesungen sausen.

Der Grund: Zeitverschwendung. Lieber wollte Musk Unternehmer werden. Einen Business-Plan hatte er auch schon in der Tasche: Er wollte Elektroautos bauen. Doch dafür war es angesichts eines Startkapitals von 2000 Dollar noch zu früh. 1995, das war Musk klar, musste er zunächst anders zu Geld kommen.

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung