Sonntag, 15. Dezember 2019

Was machen eigentlich ... Die Akteure des Siemens-Skandals, zehn Jahre danach

Fragt man heute nach Mr Siemens, werden außerhalb Erlangens die meisten wohl an Joe Kaeser denken, den in unerreichter Machtfülle glänzenden Konzernchef.

Erfunden wurde der Titel aber für Heinrich von Pierer, der fast 15 Jahre lang Deutschlands Industrieikone führte und radikal umbaute, vor der Uno sprach und auch mal als möglicher Bundespräsident gehandelt wurde.

Den Karriereknick markiert der Herbst 2006, als Siemens Börsen-Chart zeigen von einem Skandal in den nächsten geriet. Erst ging die kurz zuvor an BenQ abgestoßene Mobilfunksparte pleite, dann sorgte der Beschluss, die Vorstandsgehälter um 30 Prozent zu erhöhen, für öffentlichen Unmut. Und Mitte November startete mit einer Großrazzia eine Serie von Enthüllungen über ein milliardenschweres System schwarzer Kassen zur Bestechung ausländischer Auftraggeber. Mehr als zwei Milliarden Euro musste der Konzern daraufhin an Anwälte und Behörden zahlen.

Ganz unbeschadet kam keiner der damals Verantwortlichen aus der Affäre - aber ihre Wege unterscheiden sich doch deutlich, wie unsere Übersicht zeigt.

Folgen Sie Arvid Kaiser auf twitter

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung