Starkes Wachstum Siemens schneidet in Corona-Krise besser ab als gedacht

Mit starken Zahlen startet Siemens ins neue Geschäftsjahr, angeschoben von der Nachfrage aus China. Vor allem die Sparte Digital Industries übertrifft die Erwartungen der Analysten deutlich.
Margenstark: Messestand der Siemens-Sparte Digital Industries

Margenstark: Messestand der Siemens-Sparte Digital Industries

Foto: DPA

Siemens hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 im Kerngeschäft deutlich besser abgeschnitten als erwartet und den Umsatz trotz der Corona-Pandemie gesteigert. Vor allem in der Sparte Digital Industries lief es mit einem um Währungseffekte bereinigten Umsatzzuwachs von 5 Prozent zwischen September und Dezember deutlich besser, als Analysten es dem Münchener Technologiekonzern zugetraut hatten. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) lag in der Industrieautomatisierungssparte mit 848 Millionen Euro sogar 43 Prozent über dem Schnitt der Analystenprognosen. Die Ebita-Gewinnmarge sprang sogar von 14,4 Prozent ein Jahr zuvor auf 22,5 Prozent hoch.

Auch die Infrastruktursparte lag beim bereinigten Ebita klar über den Erwartungen, in der Zugsparte Mobility leicht darunter. Dort schossen die Aufträge um zwei Drittel nach oben.

"Maßgeblich gestützt von starken Entwicklungen in den Automatisierungs- und Softwaregeschäften von Digital Industries sowie von einem höher als erwarteten Wachstum in China lagen die operativen Ergebnisse deutlich über den Werten des Vorjahreszeitraums", teilte Siemens mit. Konsolidierte Zahlen - mit den Ergebnissen der an der Börse ausgegliederten Tochterfirmen Siemens Healthineers und Siemens Energy- will der Konzern zur Hauptversammlung am 3. Februar nennen. Dann könnte auch die Prognose für 2020/21 (per Ende September) nach oben geschraubt werden. Siemens werde "den Ausblick überprüfen", hieß es in der Mitteilung. Im November hatte der Konzern einen "moderaten" Umsatzzuwachs von 3 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt, der Nettogewinn soll im selben Maß steigen - wobei die Zuwächse eher in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten seien.

ak/Reuters
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