1200 Lokomotiven Siemens Mobility gewinnt Drei-Milliarden-Euro-Auftrag in Indien

Die Bahnsparte von Siemens hat aus Indien den größten Lokomotivauftrag ihrer Geschichte erhalten. Dabei geht es um die Lieferung von 1200 Elektroloks über einen Zeitraum von elf Jahren.
Lokomotiven, die CO₂ einsparen: Siemens-CEO Roland Busch

Lokomotiven, die CO₂ einsparen: Siemens-CEO Roland Busch

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CLEMENS BILAN / EPA

Siemens Mobility hat den größten Lokomotivauftrag der Unternehmensgeschichte gewonnen: Das Unternehmen in München soll der staatlichen indischen Eisenbahn Indian Railways über einen Zeitraum von elf Jahren 1200 Lokomotiven für den Gütertransport liefern. Der Vertrag habe einen Gesamtwert von drei Milliarden Euro ohne Steuern und Preisänderungen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Siemens Mobility werde die Loks bauen, in Betrieb nehmen, testen und für 35 Jahre warten sowie instand halten. Die Montage der Loks erfolge im Werk von Indian Railways im indischen Bundesstaat Gujarat.

Siemens Mobility bündelt das internationale Mobilitätsgeschäft des Siemens-Konzerns. Siemens-Chef Roland Busch (58) erklärte, der Großauftrag werde dazu beitragen, Indiens Ziel zu erreichen, das größte elektrifizierte Schienennetz der Welt zu errichten. "Unsere Loks werden rund 800 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen über ihren Lebenszyklus einsparen."

Indien verfügt den Angaben zufolge über eines der größten Schienenverkehrs- und Logistiknetze der Welt, das täglich von bis zu 24 Millionen Passagieren und über 22.000 Zügen genutzt wird. Die indische Regierung plane, den Anteil der Eisenbahn am Güterverkehr von derzeit etwa 27 Prozent auf 40 bis 45 Prozent zu erhöhen. Indien ist den Angaben zufolge eines der wenigen Länder weltweit, dessen Schienennetz fast vollständig elektrifiziert ist.

hr/AFP
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