IPO für "Healthineers" Siemens erwägt Medizintechnik-Börsengang in USA

Siemens würde sein Medizintechnikgeschäft am liebsten in den USA an die Börse bringen. Dort ließe sich ein höherer Preis erzielen, ist Konzernchef Joe Kaeser überzeugt. Entschieden sei aber noch nichts.
Siemens-Chef Joe Kaeser: Healthineers klingt gut, oder?

Siemens-Chef Joe Kaeser: Healthineers klingt gut, oder?

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP

Siemens erwägt seine Medizintechnik-Sparte in den USA an die Börse zu bringen. Dort könnte Siemens einen höheren Preis erzielen als in Europa, sagte Vorstandschef Joe Kaeser der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". "Wir haben uns dazu noch keine abschließende Meinung gebildet, aber wir sehen uns das ganz genau an", sagte Kaeser.

Der IPO der in "Healthineers" umgetauften Medizintechniksparte soll im Laufe dieses Jahres über die Bühne gehen. Siemens  will aber weiter die Kontrolle über die Tochter behalten und die Sparte weiter ausbauen. Noch ist unklar, ob Kaeser die Anteile an Investoren verkauft oder an seine Aktionäre verschenkt wie zuletzt bei der Lichttochter Osram  .

Der Börsengang könnte ein Modell auch für andere Sparten sein, sagte Kaeser in dem Interview mit der Zeitung weiter. "Man muss wissen, dass Investoren es sehr schätzen würden, nicht nur in einen breiten, stabilen Mischkonzern investieren zu können, sondern auch gezielter in einzelne spezifische Siemens-Geschäfte." Der Konzern könnte Geschäfte so flexibler führen und rascher anpassen.

rei/dpa/reuters
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