Umbau Siemens-Energietechnikchef Süß vor Ablösung

Der Konzernumbau von Siemens-Chef Joe Kaeser fordert ein weiteres prominentes Opfer. Der für die Energietechnik zuständige Vorstand, Michael Süß, soll seinen Posten räumen, heißt es.
Michael Süß: Der Manager ist bis jetzt der letzte verbleibende Siemens-Vorstand, der kein ursprüngliches Eigengewächs des Konzerns ist

Michael Süß: Der Manager ist bis jetzt der letzte verbleibende Siemens-Vorstand, der kein ursprüngliches Eigengewächs des Konzerns ist

Foto: Siemens

München/Berlin - Der Abgang des Managers werde heute vom Aufsichtsrat beschlossen, berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters gleichlautend unter Berufung auf Unternehmenskreise. Siemens selbst wollte sich zu der Personalie am Morgen nicht äußern. Die Nachfolge von Süß soll eine amerikanische Managerin antreten.

Der Wechsel kommt zeitlich überraschend. Siemens hat ein Angebot für die Energietechniksparte des französischen Rivalen Alstom angekündigt, um den US-Konkurrenten General Electric  auszustechen. Unter Experten herrscht Skepsis, ob Siemens-Chef Kaeser diesen Plan mit aller Konsequenz verfolgen wird oder zunächst vor allem den Bitten der französischen und deutschen Politik nachkam.

Süß ist der letzte verbleibende Siemens-Vorstand, der kein ursprüngliches Eigengewächs des Elektroriesen ist. Der Manager wechselte erst vor einigen Jahren vom Triebwerksbauer MTU zum Konzern.

Konzernumbau: Wohin Joe Kaeser Siemens steuert

rei/dpa/rtr
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