Mittwoch, 18. September 2019

Healthineers, Epcos, Osram, Infineon So schlagen sich Siemens' Ex-Töchter an der Börse

5. Teil: Nokia: Das einstige Problemgeschäft blüht auf

Nokia-Zentrale in Espoo, Finnland

Nokia, war da was? Der einst bewunderte Weltmarktführer der Mobiltelefonie läuft weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit, bekannt vor allem dafür, den Siegeszug des Smartphones verschlafen zu haben. Passend, dass Siemens in Richtung Finnland 2013 die letzten Reste seiner Kommunikationssparte, die Netzwerkausrüster von Nokia Siemens Networks, losgeworden ist. Zuvor verbuchten die Münchener reihenweise Milliardenabschreibungen in der Sparte - wohl fast auf Null.

Doch inzwischen sieht nicht nur Kaeser den Umgang des Konzerns mit seinen eigenen Wurzeln - Siemens begann als Telegrafenbauanstalt - rückblickend als Fehler an. Nokia seinerseits scheint seine Rolle als führender Installateur der digitalen Infrastruktur gefunden zu haben. Vor allem der politische Streit um den chinesischen Marktführer Huawei begünstigt Nokia als nächstliegende Alternative.

Seit dem Siemens-Deal ging es mit dem Kurs nach oben, auch weil aus heutiger Sicht Randgeschäfte wie der verbliebene Mobilfunkanteil (an Microsoft Börsen-Chart zeigen) und die digitale Kartografie Here (an deutsche Autokonzerne) abgestoßen wurden. Der teure Zukauf des Wettbewerbers Alcatel-Lucent drückte den Aktienkurs zwar, unterm Strich läuft Nokia aber besser als Siemens.

Performance der Nokia-Aktie Börsen-Chart zeigen einschließlich Dividende seit 1. Juli 2013: plus 100,7 Prozent

Performance der Siemens-Aktie Börsen-Chart zeigen in derselben Zeit: plus 67 Prozent

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