Mittwoch, 18. September 2019

Healthineers, Epcos, Osram, Infineon So schlagen sich Siemens' Ex-Töchter an der Börse

4. Teil: Osram: "Das Kind ist erwachsen geworden"

Osram-Zentrale in München

Noch aufschlussreicher für die Energiesparte könnte der Fall Osram sein: Die Lichttechnik wurde - noch vor dem Antritt des heutigen Siemens-Chefs Joe Kaeser - zunächst zum Teil an die Börse gebracht. Erst seit Ende 2017 ist Siemens fast komplett aus dem vor knapp 100 Jahren übernommenen Geschäft ausgestiegen. Kaeser verabschiedete sich gönnerhaft von der Ex-Tochter : "Ich glaube, das Kind ist erwachsen geworden."

In der Zwischenzeit gab es noch heftigeren Streit als mit den spanischen Gamesa-Partnern. Siemens verweigerte Osram-Chef Olaf Berlien auf der Hauptversammlung 2016 sogar die Entlastung. Sein Strategiewechsel mit dem Verkauf des Haushaltsleuchtengeschäfts nach China und dem Bau einer LED-Chipfabrik in Malaysia sei erstens riskant und zweitens schlecht kommuniziert, was den Aktienkurs belastet habe.

Die Osram-Aktionäre müssen weiterhin gute Nerven bewahren. Siemens hat sich noch zu guten Kursen von seinen Restanteilen getrennt. Was übrig bleibt, soll jetzt von Finanzinvestoren übernommen werden - doch die zweifeln am Wert des Geschäfts.

Performance der Osram-Aktie Börsen-Chart zeigen einschließlich Dividende seit 8. Juli 2013: plus 45,7 Prozent

Performance der Siemens-Aktie Börsen-Chart zeigen in derselben Zeit: plus 66,5 Prozent

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