Dienstag, 25. Juni 2019

EXKLUSIV Gemeinsame Turbinenfirma mit Japanern Siemens-Chef Kaeser verhandelt mit Mitsubishi über Kraftwerks-Joint-Venture

Siemens-Chef Joe Kaeser: Turbinendeal mit Mitsubishi geplant

Das Geschäft mit großen Gasturbinen liegt am Boden - das spürt nicht nur Siemens. Nun will der Münchener Konzern das Großturbinengeschäft beim japanischen Mitsubishi-Konzern unterbringen und künftig nur noch eine Minderheit halten.

Siemens-Chef Joe Kaeser (61) hat die 2017 abgebrochenen Verhandlungen mit dem japanischen Rivalen Mitsubishi Heavy Industries über ein Joint Venture im Kraftwerksgeschäft wieder aufgenommen. Kaeser wolle mindestens das Geschäft mit großen Gas- und Dampfturbinen mit den Japanern zusammenlegen und dabei in die Minderheit gehen, berichtet das manager magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Danach laufen die Verhandlungen mit den Japanern mit Hochdruck. Kaeser strebt laut Insidern an, schon zum nächsten Investorentag am 8. Mai einen Deal ankündigen zu können. Hält Siemens an der künftigen gemeinsamen Turbinenfirma nur 49 Prozent, kann Kaeser das Geschäft dekonsolidieren.


Siemens: Lesen Sie die ganze Geschichte hier


Ein Siemens-Sprecher gab zu den Informationen folgenden Kommentar: "Die Lage im globalen Markt für fossile Kraftwerkstechnik bleibt unverändert. Siemens hat bereits im Frühjahr 2015 damit begonnen, sich auf diese Herausforderungen einzustellen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Spekulationen und Gerüchte grundsätzlich nicht kommentieren können."

Der Markt für große Gasturbinen liegt am Boden; Siemens verbucht bei jeder neu verkauften Turbine Verluste. Nur durch das nach wie vor hochlukrative Servicegeschäft wirtschaftet die noch bis Monatsende "Power and Gas" firmierende Kraftwerkssparte insgesamt mit Gewinn.

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