Montag, 14. Oktober 2019

Drei Siemens-Unternehmen bis Ende 2020 Wie Joe Kaeser Siemens auf das "Merger Endgame" vorbereitet

Siemens-Chef Joe Kaeser: "Ab einem bestimmten Zeitpunkt sollte jedes der 3 Siemens-Unternehmen in der Lage sein, aktiv am 'Merger Endgame' in seiner Industrie teilzunehmen"

Siemens-Chef Joe Kaeser treibt den Umbau von Siemens weiter voran. Am Mittwoch (18. September) dürfte der Aufsichtsrat des Industriekonzerns eine wichtige Personalie absegnen: Siemens-Vorstand Michael Sen dürfte Chef der Siemens-Energiesparte Power and Gas werden, die ausgegliedert und bis 2020 an die Börse gebracht werden soll. Sen hatte bereit die Siemens-Gesundheitssparte Siemens Healthineers Börsen-Chart zeigen erfolgreich an die Börse gebracht und sich damit als möglicher Nachfolger von Konzernchef Kaeser empfohlen, sofern dieser seinen bis 2021 laufenden Vertrag nicht verlängert.

Die Gründe für die Umstrukturierung des Konzerns und die Ziele für den neu aufgestellten Siemens-Konzern beschreibt Kaeser ausführlich in einem Gastbeitrag für den Harvard Business Manager. Die deutsche Ausgabe der weltgrößten Managementzeitschrift Harvard Business Review - die wie das manager magazin zum SPIEGEL-Verlag gehört - feiert das 40. Jahr ihres Erscheinens: Im Jubiläumsheft zeichnen Wissenschaftler, Berater und Topmanager die großen Linien der Managementforschung und -praxis nach.

Beitrag im Harvard Business Manager: Wie Joe Kaeser die Zukunft von Siemens sieht

Kaeser vollzieht in seinem Beitrag die Entwicklung von Siemens Börsen-Chart zeigen über die vergangenen Jahrzehnte nach und wirft einen Blick in die Zukunft. Bis Ende 2020 soll es drei Siemens-Unternehmen geben, schreibt Kaeser: Erstens ein industrielles Siemens mit Digital Industries, Smart Infrastructure und Siemens Mobility - also der industrielle Kern von Siemens, der die intelligenten Infrastrukturen der Zukunft gestaltet. Zweitens ein Spin-Off unter dem Arbeitstitel "Powerhouse" - in das die Sparte Power and Gas eingehen wird. Und drittens die Gesundheitssparte Siemens Healthineers Börsen-Chart zeigen, mit der Siemens AG als strategischem Mehrheitsaktionär.


Lesen Sie auch: Siemens Digital Industries - Warum das Prunkstück zum Problem wird


"Ab einem bestimmten Zeitpunkt sollte jedes dieser Unternehmen in der Lage sein, aktiv am 'Merger Endgame' in seiner Industrie teilzunehmen, also branchenprägende Zusammenschlüsse zu gestalten", erklärt Kaeser in seinem Gastbeitrag für den Harvard Business Manager. "Ob das dann geschieht, ist eine andere Frage. Wichtig ist, für jedes Unternehmen solche Optionalitäten zu erschließen."

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung