Mittwoch, 24. April 2019

Windanlagenbauer Senvion holt in Geheimaktion Verkaufsbeauftragten in den Vorstand

Produktion bei Senvion: Der Windanlagenbauer gehört dem indischen Unternehmer Tulsi Tanti. Mit einem Teilverkauf seiner deutschen Tochter oder über die Börse will er sich finanziell Luft verschaffen

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Hamburger Windanlagenbauer Senvion - ehemals Repower - seinen Vorstand erweitert. Alex De Ryck soll als "Chief Strategy Officer" die Suche nach externen Geldgebern beschleunigen.

Hamburg - Der Hamburger Windanlagenbauer Senvion (ehemals Repower) hat seinen Vorstand abseits der Öffentlichkeit von vier auf fünf Personen erweitert. Bereits auf der Sitzung im Dezember 2013 berief der Aufsichtsrat Alex De Ryck als "Chief Strategy Officer" in das Führungsgremium, berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. Juni).

Der 55-Jährige mit Wohnsitz Antwerpen soll nach Informationen des Magazins aus dem Vorstand heraus die Suche nach externen Geldgebern beschleunigen. Sein Vertrag ist laut Protokoll der Aufsichtsratssitzung erst einmal auf ein Jahr begrenzt und "endet mit Ablauf des 31. Dezember 2014".

Die Berufung De Rycks hatte der Konzern, der zuletzt auf einen Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro kam, weder über eine Pressemitteilung bekannt gemacht, noch findet sich das neue Vorstandsmitglied in der offiziellen Präsentation des Gremiums auf der Senvion-Website.

Senvion gehört dem indischen Unternehmer Tulsi Tanti, der mit Suzlon selbst einen Windanlagenbauer betreibt, allerdings in finanziellen Nöten steckt. Mit einem Teilverkauf seiner deutschen Tochter an einen oder mehrere große Investoren oder über die Börse will er sich wieder finanziell Luft verschaffen. Ein Sprecher Suzlons ließ eine Anfrage unbeantwortet.

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