Freitag, 22. November 2019

San Francisco beschließt Verkaufsverbot von E-Zigaretten Schlacht um die Geldmaschine der Zukunft

Juul-Raucherin: Gerade unter Jugendlichen steigt die Zahl der Nutzer der hippen E-Zigaretten rasant
Bloomberg via Getty Images
Juul-Raucherin: Gerade unter Jugendlichen steigt die Zahl der Nutzer der hippen E-Zigaretten rasant

Es ist eine Entwicklung, die die Chefetagen der Zigarettenkonzerne in den Alarmmodus versetzen und die Lobbyausgaben in neue Höhen schnellen lassen dürfte. Schließlich steht nichts Geringeres auf dem Spiel als deren Geldmaschine der Zukunft: E-Zigaretten.

Dabei kommt die eigentliche Nachricht recht harmlos daher. San Francisco will als erste Stadt in den USA den Verkauf von E-Zigaretten verbieten. Der Stadtrat der kalifornischen Metropole stimmte am Dienstag für eine entsprechende Vorschrift, die nun noch von der Bürgermeisterin unterzeichnet werden muss. Bürgermeisterin London Breed hatte sich zuvor schon für das Verbot stark gemacht. Hintergrund dafür ist eine "anschwellende E-Zigaretten-Epidemie" unter Jugendlichen, wie es in dem Gesetzesvorstoß heißt.

Demnach geht die Stadt gegen den Verkauf von E-Zigaretten vor, die bisher keine Prüfung der US-Gesundheitsbehörde FDA vorweisen können. Bislang hat kein einziges auf dem Markt befindliches Produkt diese Freigabe.

Immer mehr Jugendliche "juulen"

Besonders dürfte der Vorstoß - der von einem ganze Bündel weiterer Maßnahmen begleitet werden soll - gegen ein Unternehmen gerichtet sein, das seinen Hauptsitz in San Francisco hat, unter US-Jugendlichen extrem beliebt ist und Kinderschützern massiv Sorgen macht: Juul. Das mittlerweile mit 38 Milliarden Dollar bewertete Start-up aus San Francisco, an dem der Marlboro-Hersteller Altria für 12,8 Milliarden Dollar mit 35 Prozent beteiligt ist, hat den US-Markt im Sturm erobert.

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