Samstag, 14. Dezember 2019

San Francisco beschließt Verkaufsverbot von E-Zigaretten Schlacht um die Geldmaschine der Zukunft

Juul-Raucherin: Gerade unter Jugendlichen steigt die Zahl der Nutzer der hippen E-Zigaretten rasant
Bloomberg via Getty Images
Juul-Raucherin: Gerade unter Jugendlichen steigt die Zahl der Nutzer der hippen E-Zigaretten rasant

2. Teil: Gesundheitsbehörde sieht "E-Zigaretten-Epidemie" auf Schulhöfen

Laut den Marktforschern von Nielsen kontrollieren die Kalifornier, die 2018 einen geschätzten Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar machten, bereits jetzt mehr als 70 Prozent des stark wachsenden E-Zigaretten-Marktes der USA mit mindestens zwölf Millionen regelmäßigen Konsumenten.

Video: Die Geschichte der Juul-Gründer Adam Bowen und James Monsees

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Bild: Juul

Fast ein Drittel davon, rund 3,6 Millionen, sind laut einer aktuellen FDA-Studie Kinder und Jugendliche. Eine Zahl die offiziellen Angaben zufolge alleine von 2017 auf 2018 um 1,5 Millionen gestiegen ist. Und das, obwohl der Verkauf der Geräte in den USA an Jugendliche unter 18 Jahre eigentlich verboten ist. So viele, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA bereits 2018 von einer "E-Zigaretten-Epidemie" auf US-Schulhöfen sprach.

Juul: Wie die E-Zigaretten-Pioniere nach Europa drängen

Dank seines coolen Designs und cleveren Marketings in den sozialen Medien hat Juul einen regelrechten Siegeszug auf US-Schulhöfen hingelegt. "Juuling" ist in. In den sozialen Netzwerken kursieren massenhaft Videos dazu, wie Jugendliche den mit seinem edlen Design an Apple-Produkte erinnernden Nikotinverdampfer nutzen, dessen Kartuschen, so genannte "Pods", es in Geschmacksrichtungen von Mango über Apfel bis hin zu Gurke gibt. Und die in den USA mit einem Nikotingehalt von rund 5 Prozent pro Pod Experten zufolge so viel Nikotin enthalten wie eine komplette Packung Zigaretten - und dank ihrer chemischen Zusammensetzung ähnlich "knallen".

Juul, das sich selbst als gesundere Alternative zu klassischen Zigaretten präsentiert, hat angesichts des steigenden öffentlichen Drucks bereits den Verkauf an Jugendliche eingeschränkt und verkauft Geschmacksrichtungen wie Mango oder Apfel nur noch im Internet nach einer Altersüberprüfung.

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