Samstag, 20. April 2019

Gewinnwarnung Samsung verschreckt Anleger

Samsung-Flagstore in Seoul, Südkorea: Fallende Preise für Speicherchips machen dem Konzern zu schaffen

Der südkoreanische Technologieriese Samsung Börsen-Chart zeigen hat seine Investoren angesichts fallender Preise für Speicherchips auf enttäuschende Quartalszahlen vorbereitet. Wegen der schwierigen Geschäftsbedingungen werde der Gewinn im ersten Quartal 2019 voraussichtlich unter den Erwartungen des Marktes liegen, hieß es am Dienstag in einer Börsenmitteilung des Unternehmens. Samsung verwies auch auf eine schwächere Nachfrage nach Displays. Das Unternehmen ist Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehern.

Für Januar bis März erwarten Analysten beim operativen Ergebnis des Rivalen - und Zulieferers - von Apple einen Rückgang von mehr als 50 Prozent auf umgerechnet 5,6 Milliarden Euro, wie aus Daten von Refinitiv Smart Estimate hervorgeht. Beim Umsatz rechnen die Experten nur noch mit umgerechnet 41,9 Milliarden Euro, nach 47,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Preise für DRAM-Chips, die vor allem in Servern zum Einsatz kommen, gaben Experten zufolge zum Jahresauftakt im Durchschnitt mehr als 20 Prozent nach. Zudem verdüstert das abgeschwächte Wirtschaftswachstum in China sowie Handelsstreitigkeiten die Aussichten.

Auch das schwächelnde Smartphone-Geschäft und sinkende Investitionen für Rechenzentren belasten Analysten zufolge die Branche. Im Geschäft mit Displays und Smartphones hat es Samsung mit wachsender Konkurrenz aus China zu tun. Angesichts größerer Kapazitäten der chinesischen Wettbewerber seien die Preise für LCD-Bildschirme (Flüssigkristall) stärker als erwartet gefallen, hieß es in der Mitteilung an die Seouler Aktienbörse.

Der Ausblick für die Monate Januar bis März wird Anfang April erwartet. Allerdings hatten die Südkoreaner schon Ende Januar bei der Vorstellung der Zahlen für das vierte Quartal 2018 vor einem schwächeren Speichergeschäft gewarnt.

Mit Halbleitern verdient der Konzern mit Abstand das meiste Geld. Der Überschuss für 2018 war im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 8,46 Billionen Won (6,6 Milliarden Euro) eingebrochen.

mg/dpa-afx, rtr

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