Mögliches Bietergefecht um deutschen Brillenhersteller Brillenbranche sieht sich Rodenstock an

Von mm-newsdesk
Brillen: Beratern zufolge dürften mindestens 500 Millionen Euro für Rodenstock geboten werden

Brillen: Beratern zufolge dürften mindestens 500 Millionen Euro für Rodenstock geboten werden

Foto: Malte Christians/ picture alliance / dpa

Der weltgrößte Brillenglashersteller Essilor hat Kreisen zufolge Interesse am deutschen Konkurrenten Rodenstock. Neben dem im EuroStoxx 50 notierten französischen Konzern erwäge auch der japanische Linsenhersteller Hoya ein Gebot für das Unternehmen aus München, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Gespräche mit Beratern deuteten demnach darauf hin, dass mindestens 500 Millionen Euro für Rodenstock geboten werden könnten. Essilor und Hoya wollten sich dem Bericht zufolge nicht zu den Spekulationen äußern.

Das Sagen bei Rodenstock hat der Finanzinvestor Bridgepoint, der das Geschäft 2006 von der Beteiligungsfirma Permira gekauft hatte. Bridgepoint prüft dem Vernehmen nach mit Hilfe der Investmentbanker von Goldman Sachs verschiedene strategische Optionen für die Münchner. Einen formalen Verkaufsprozess gebe es hingegen noch nicht. Essilor ist derzeit auf Einkaufstour und hat dafür eine Milliarde Euro zur Seite gelegt. Auch Finanzinvestoren sollen - obgleich zaghaft - interessiert sein.

Mit laut Webseite 4500 Mitarbeitern kletterte der Umsatz von Rodenstock im vergangenen Jahr um 2 Prozent auf 408 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug der Gewinn 82 Millionen Euro - 9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Rodenstock hatte 2010 eine schwere Krise überstehen müssen, seitdem wächst das Unternehmen jedoch wieder.

ts/dpa-afx
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