Instandgesetzte Panzer Rheinmetall kann erste Marder in drei Wochen liefern

Der Rüstungskonzern Rheinmetall kann schon bald die ersten Exemplare des Schützenpanzers Marder liefern. Ob diese dann in die Ukraine oder in andere Länder gehen, ist noch unklar.
Schwere Waffen des Rüstungskonzerns Rheinmetall: Ein Schützenpanzer vom Typ Marder

Schwere Waffen des Rüstungskonzerns Rheinmetall: Ein Schützenpanzer vom Typ Marder

Foto: Philipp Schulze / dpa

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will die ersten instandgesetzten Schützenpanzer vom Typ Marder in Kürze liefern. Das sagte Vorstandschef Armin Papperger (58) der "Süddeutschen Zeitung". Man könnte mittelfristig insgesamt 100 Marder zur Verfügung stellen, die ersten wären in drei Wochen fertig, so Papperger.

"Wir warten auf die endgültige Entscheidung der Regierung. Aber es gibt derzeit genügend Länder, die diese Fahrzeuge haben wollen, nicht nur die Ukraine." Der Bundestag hatte die Lieferung auch schwerer Waffen an die Ukraine Ende April genehmigt. Allerdings hält sich die Bundesregierung mit Angaben zu einzelnen Waffentypen, wie zum Beispiel Leopard-Kampfpanzern oder Marder-Schützenpanzern, bedeckt.

Rheinmetall verfügt über Bestände gebrauchter Panzer, die für den Einsatz wieder aufbereitet werden können. "Vor vier Wochen haben wir bereits damit begonnen, obwohl es noch keinen konkreten Auftrag gibt. Wir machen das also auf eigenes Risiko", sagte Papperger.

Auch das 100-Milliarden-Euro-Programm der Bundesregierung zur Aufrüstung der Bundeswehr sieht er als Chance für das Unternehmen. Derzeit habe die Bundeswehr "von allem zu wenig", sagte Papperger der Zeitung.

Er sei "der festen Überzeugung", dass Rheinmetall in den nächsten Jahren den Umsatz von heute knapp sechs auf mehr als zehn Milliarden Euro steigern könne. An der Börse hat sich der Aktienkurs seit Kriegsbeginn in der Ukraine mehr als verdoppelt.

hr/dpa-afx
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