Mögliche Kapitalerhöhung RAG-Stiftung könnte ThyssenKrupp helfen

Der mit zahlreichen Problemen kämpfende Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp darf im Falle einer Kapitalerhöhung auf Hilfe hoffen. Die RAG-Stiftung scheint Branchenkreisen zufolge bereit zu sein, in das malade Industriekonglomerat zu investieren.
ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: RAG-Stiftung als Geldgeber wohl willkommen

ThyssenKrupp-Zentrale in Essen: RAG-Stiftung als Geldgeber wohl willkommen

Foto: AFP

Düsseldorf - Die milliardenschwere RAG-Stiftung könnte dem angeschlagenen ThyssenKrupp-Konzern Branchenkreisen zufolge unter bestimmten Bedingungen zu Hilfe eilen. Die Stiftung könnte sich an einer Kapitalerhöhung von ThyssenKrupp beteiligen, sagte ein Insider aus der Branche am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Voraussetzung dafür sei aber unter anderem, dass sowohl ThyssenKrupp als auch die Krupp-Stiftung mit entsprechenden Wünschen auf die RAG-Stiftung zukämen und auch die Politik zustimme.

"Das ist ein sattsam bekanntes Gerücht", sagte ein Sprecher der RAG-Stiftung zu den Angaben. Stiftungschef Werner Müller habe dazu keine Gespräche geführt und sei auch nicht angesprochen worden. Auch die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, ThyssenKrupp könnte Hilfe durch die Stiftung erhalten.

Regierung tritt auf die Bremse

Im Kuratorium der mächtigen RAG-Stiftung sitzen unter anderem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums trat am Freitag in Berlin indes auf die Bremse: "Der satzungsgemäße Stiftungszweck der RAG ist eindeutig definiert, und es gibt überhaupt keine Planung, hier Veränderungen vorzunehmen." Die Stiftung hat die Aufgaben, den Ausstieg aus der Steinkohleförderung zu begleiten und die Folgekosten des Bergbaus zu finanzieren. Eine Beteiligung an anderen Unternehmen zählt nicht dazu.

krk/rtr
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