Im Kampf gegen Plastikmüll Britische Regierung verbietet Strohhalm

Mit dem neuen Gesetz gegen Plastikmüll dürften Bilder wie dieses mit Herzogin Kate bald der Vergangenheit angehören.

Mit dem neuen Gesetz gegen Plastikmüll dürften Bilder wie dieses mit Herzogin Kate bald der Vergangenheit angehören.

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Das Plastik-Problem
Foto: [M] Charlie Abad via Getty Images

Milliarden Tonnen an Plastik wurden bereits produziert, für Verpackungen, als Baumaterial, als Grundstoff für besonders langlebige Produkte und vieles mehr. Doch Plastik vermüllt zunehmend den Planeten und wird zur Gefahr für die Menschheit. Lesen Sie alles über Produzenten, Verbraucher, Lösungsansätze.Weiterleitung zum Thema Plastik 

Im Kampf gegen Plastikmüll geht die britische Regierung neue Wege. Bis Ende des Jahres will sie Strohhalme, Wattestäbchen und Umrühr-Stäbchen aus Kunststoff verbieten. Ein entsprechendes Gesetz kündigte Umweltminister Michael Gove diese Woche im Rundfunksender BBC an. Das Verbot sei angesichts der Verschmutzung vor allem der Weltmeere von "globaler Dringlichkeit". In Großbritannien werden jedes Jahr 8,5 Milliarden Plastikstrohhalme weggeworfen.

Das Gesetz betrifft vor allem einmalig nutzbare Wegwerfartikel aus Plastik. Es werde aber Ausnahmen geben, etwa im medizinischen Bereich. Premierministerin Theresa May hatte im Januar eine Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll angekündigt. So plant die Regierung ein Pfandsystem für Plastikflaschen. Zudem sollen Kunden künftig in allen Läden für Plastiktüten zahlen - bislang gilt dies nur für große Geschäfte. Dort kosten Plastiktüten fünf Pence (5,7 Cent) das Stück.

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Plastikabfall stellt weltweit ein Problem dar. Weltweit seien bisher insgesamt 8,2 Milliarden Tonnen Plastik neu produziert worden, berichtete jüngst das Netzwerk Earth Day in Washington anlässlich des diesjährigen "Tag der Erde" (Earth Day) an diesem Sonntag. Nur neun Prozent dieser Abfallmenge würden bisher recycelt.

afp/dpa-afx/akn
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