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BASF: Die Führungsspitze

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Weltmarktführer sortiert Geschäfte Pigmente, Pharma und jetzt auch Lacke - BASF kehrt weiter aus

BASF, Weltmarktführer der Chemieindustrie, sortiert nun auch seine Geschäfte im Kernsegment Lacke und Farben zum Teil neu. Nach Informationen von manager-magazin.de müssen Interessenten bis zum heutigen Freitag grobe Angebote für den Teil der Lack-Sparte abgeben, den BASF zum Verkauf gestellt hat. Die traditionsreiche BASF Coatings GmbH, die bis 1997 als BASF Lacke + Farben firmierte, setzte nach Konzernangaben 2014 rund 3 Mrd. Euro um, davon 41 Prozent in Europa.

Davon verkauft BASF nun laut Insidern in einem ersten Schritt Aktivitäten mit einem niedrigen dreistelligen Millionenumsatz - vornehmlich soll es sich dabei um mehrere Fabriken handeln, in denen Farben und Lacke hergestellt werden. BASF lehnte einen Kommentar ab.

Der Umfang des Einzelgeschäfts selbst ist angesichts des gesamten BASF-Umsatzes von zuletzt 74 Mrd. Euro zwar gering. Allerdings ergibt er zusammen mit weiteren Transaktionen das Bild eines derzeit sehr aktiven Konzern-Gärtners. BASF befindet sich, wie die gesamte Chemie-Industrie, aktuell in einem groß angelegten Aufräum- und Neuordnungsprozess - mit allerdings nur diffusen Aussagen zum Ausgang der Operationen. Investoren fordern von BASF-Chef Kurt Bock seit Monaten einen größeren Zukauf, um das Wachstum zu forcieren. "Die Situation bei BASF ist für mich gerade undurchsichtig", sagt ein langjähriger Begleiter des Dax-Konzerns. (Lesen Sie dazu auch die aktuelle Analyse in der neuen Ausgabe des manager magazins.)

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So bereitet BASF derzeit ebenfalls den Verkauf eines Teils seines Geschäfts mit Pigmenten, einem Vorprodukt für Farben, vor. Umsatzvolumen hier: rund 1 Mrd. Euro. Innerhalb eines Jahres, so der Fahrplan, wird die Neuordnung abgeschlossen sein.

Bereits zum Monatswechsel will BASF zudem eine andere Teilabspaltung abschließen: Den Verkauf eines Teils des Pharmageschäfts an die Schweizer Siegfried Holding für 270 Mio. Euro.  .