Donnerstag, 14. November 2019

Mögliche Pharma-Übernahme Pfizer umgarnt AstraZeneca mit 100 Milliarden Dollar

Viagra-Hersteller Pfizer: Zuletzt waren die Einbußen nicht mehr ganz so herbe

Pfizer hat es offenbar auf den Konkurrenten AstraZeneca abgesehen: Einem Bericht zufolge soll der US-Pharmakonzern 100 Milliarden Dollar für die Briten geboten haben. AstraZeneca lehnt die Offerte ab - doch die Zeiten sind alles andere als rosig.

London - Der amerikanische Pharma-Riese Pfizer Börsen-Chart zeigen hat einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an dem britischen Konkurrenten AstraZeneca Börsen-Chart zeigen. Der US-Konzern sei mit einem Angebot über 100 Milliarden Dollar bereits auf den Rivalen zugegangen, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf hochrangige Investmentbanker und Branchenkreise.

Es habe informelle Gespräche über den Vorstoß gegeben. AstraZeneca habe diesen abgelehnt, weshalb es derzeit keine Verhandlungen gebe. Weder AstraZeneca noch Pfizer waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Pharmabranche leidet derzeit unter der Konkurrenz durch Nachahmerprodukte, da viele Medikamente den Patentschutz verlieren. So rechnet Astra 2014 mit rückläufigem Umsatz und Gewinn, wenn der Schutz für das Anti-Sodbrennen-Mittel Nexium ab Mai in den USA endet.

Bei Astra laufen viele Patente zu einem Zeitpunkt aus, an dem einige Konkurrenten - wie Pfizer - das Schlimmste bereits hinter sich haben dürften. So steht Astra die größte Hürde noch bevor. Für das mit Abstand umsatzstärkste Mittel des Konzerns, den Cholesterinsenker Crestor, läuft der Patentschutz in den USA 2016 aus.

Pfizer kämpft gegen ähnlich Probleme - beispielsweise bei der Potenzpille Viagra oder dem Cholesterinsenker Lipitor. Zuletzt waren die Einbußen aber nicht mehr ganz so herbe.

Den letzten großen Zukauf machte Pfizer 2009, als der Konzern den US-Konkurrenten Wyeth Börsen-Chart zeigen für 68 Milliarden Dollar erwarb.

ts/rtr

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