Freitag, 22. November 2019

Pepsi ruft die Revolution aus Weniger Zucker, weniger Salz, weniger Fett, weniger Wasser

"Es gibt noch eine Menge zu tun": Pepsi-Chefin Indra Nooyi

Weniger Zucker, weniger Salz, weniger Fett - Pepsi will gesündere Snacks und Getränke entwickeln und dafür Milliarden investieren, kündigt Konzernchefin Indra Nooyi nach übereinstimmenden Berichten von CNBC und "Financial Times" (kostenpflichtig) an. Zugleich erklärte die Managerin, den Wasserverbrauch des Konzerns beim Anbau und der Produktion in Zukunft deutlich zu reduzieren.

"In den vergangenen zehn Jahre haben wir große Fortschritte bei der Reduzierung des Zuckers gemacht", sagte Nooyi zur Vorstellung ihrer Nachhaltigkeitsoffensive am Montag. Es gebe aber noch eine Menge zu tun, weil Länder mit hohen Zuckerkonsum deutlich schneller wüchsen als jene, die zusehends weniger Zucker verbrauchten.

Pepsi stellt unter anderem beliebte Drinks wie "Mountain Dew" und "Gatorade" her und begann früher als mancher Wettbewerber damit, den Gehalt von ungesund geltenden Zutaten in seinen Produkten zu reduzieren. So habe etwa ein Päckchen Chips von Pepsi mittlerweile weniger Salz als eine Scheibe Weißbrot, behauptet der Konzern.

Pepsi hatte auch früh damit begonnen, Zucker durch den Stoff Aspartam zu ersetzen, zum Beispiel in der kalorienarmen "Pepsi light". Als Kritiker in den USA dann ohne näheren wissenschaftlichen Nachweis den künstlichen Süßstoff als krebsfördernd qualifizierten und sich die Brause in den USA immer schlechter verkaufte, kündigte Pepsi an, Aspartam durch andere Süßstoffe zu ersetzen.

Zum Thema: Welche Länder den Kampf mit dem Zucker aufnehmen

Der Getränke-Riese reagiert damit auf zusehends gesundheitsbewusstere Konsumenten aber auch verschärfte Regeln in einzelnen Staaten. Großbritannien zum Beispiel will ab dem Jahr 2018 die Steuern auf zuckerhaltige Getränke empfindlich erhöhen und diese Steuer direkt beim Hersteller erheben. Natürliche Fruchtsäfte, die ebenfalls einen hohen Zuckergehalt aufweisen können, sind nach bisherigen Plänen allerdings davon ausgenommen.

Konkret kündigte Pepsi nun an, bis zum Jahr 2025 mindestens zwei Drittel seiner 0,33-Liter-Getränke-Dosen und Getränke-Flaschen auf weniger als 100 Kalorien runterzufahren. Und auch beim Fett will der Konzern mit gutem Beispiel vorangehen: Mehr als drei Viertel seiner Nahrungsmittel sollen den Plänen zufolge dann maximal 1,1 Gramm ungesättigte Fettsäuren pro 100 Kalorien enthalten.

Mit Blick auf den Wasserverbrauch kündigte der Konzern an, bei der industriellen Herstellung bis 2025 die Wassereffizienz um ein Viertel zu verbessern. Bei der landwirtschaftlichen Lieferkette wollen sie in Gebieten mit Wasserproblemen 15 Prozent besser werden.

Weniger Zucker, weniger Fett, weniger Salz, weniger Wasserverbrauch - der US-Konzern Pepsi will seien Getränke und Lebensmittel gesünder machen und dabei auch noch Ressourcen einsparen

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