Montag, 17. Juni 2019

Pepsi übernimmt Sodastream Warum Pepsi auf Wasser statt Limonade setzt

Sodastream-Spot mit Scarlett Johansson: Die Hollywood-Schauspielerin erntete wegen ihrer Werbetätigkeit für den Wassersprudler-Hersteller vor einigen Jahren massiv Kritik
youtube/Super Bowl TV Commercials
Sodastream-Spot mit Scarlett Johansson: Die Hollywood-Schauspielerin erntete wegen ihrer Werbetätigkeit für den Wassersprudler-Hersteller vor einigen Jahren massiv Kritik

3. Teil: ... und was Pepsi jetzt besser machen will

Allerdings war der Sprudler mit 300 Dollar deutlich teurer als das israelische Pendant. Und auch die Mini-Kapseln zur Herstellung von Coca-Cola und anderen Getränken des Konzerns waren mit mehr als einem Dollar deutlich teurer als bei Sodastream, deren Kohlensäure-Kartuschen hierzulande für rund acht Euro ausgetauscht werden können und nach Angaben des Konzerns für rund 60 Liter Sprudelgetränke reichen.

Für Pepsi ist Sodastream kein Unbekannter. Gespräche - nicht nur über eine mögliche Übernahme habe es seit Jahren immer einmal wieder gegeben, hieß es bei Pepsi. Was immer wieder für Übernahmespekulationen sorgte. Seit 2015 vertreibt Sodastream auch Pepsi-Sirup, den Kunden mit aufgesprudeltem Wasser mischen und so ihre eigene Cola machen können. Letztlich sei die geplante Übernahme dann aber nur noch "eine Sache von Wochen" gewesen, hieß es bei Pepsi.

Seit 1903 am Markt, hatte Sodastrem zuletzt bewegte Zeiten hinter sich. Weil das Unternehmen in einer völkerrechtlich illegalen Siedlung im Westjordanland produzierte, geriet Sodastream 2015 in die Kritik. Boykottaufrufe ließen den Wert der Aktie um 60 Prozent einbrechen.

Davon hat sich das Unternehmen, das mittlerweile in der Negav-Wüste produziert, mittlerweile aber erholt. Im gerade abgelaufenen Quartal legte der Absatz der Sprudler um satte 22 Prozent auf eine Million Geräte zu. Der Kartuschen-Absatz stieg um 17 Prozent auf 9,7 Millionen Stück, was die Aktie um mehr als 26 Prozent zulegen ließ.

mit reuters

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